Entlassungsfeier der Carl-Prüter-Oberschule / „Ein Hoch auf uns“

„Lehrer sind keine Orks“

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Schulleiter Manfred Evensen (l.) und Gerhard Kropf, Vertreter des Fördervereins „Verein der Eltern und Freunde der Carl-Prüter-Schule Sulingen“, mit den ausgezeichneten Schülerinnen und den Streitschlichterinnen, deren Engagement gewürdigt wurde.

Sulingen - Schulleitung und Lehrerschaft der Carl-Prüter-Oberschule Sulingen haben sich am Freitagmorgen von den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen neun und zehn verabschiedet, die die Bildungseinrichtung mit Ende dieses Schuljahres verlassen. Für die Entlassschüler zog Jennifer Kuz aus der 10c einen Vergleich zu John Ronald Reuel Tolkiens „Der Herr der Ringe“: „Dem einen fliegt alles zu, dem anderen alles weg. Aus der Vogelperspektive müssen wir feststellen: Lehrer sind keine Orks. Sie sind Menschen wir wir.“

Schulleiter Manfred Evensen und Gerhard Kropf als Vertreter des Fördervereins „Verein der Eltern und Freunde der Carl-Prüter-Schule Sulingen“ zeichneten die Abgänger aus, die durch besondere Leistungen aufgefallen waren. Als Jahrgangsbeste des Realschulzweiges hatte das Lehrerkollegium Michelle Ehlers aus der 10e ermittelt. Die Abschlussschülerin verweist auf einen Notendurchschnitt von 1,28. Das beste Zeugnis der Schülerinnen und Schüler des Hauptschulzweiges nahm Kira Eggerking aus der 10a entgegen (Notendurchschnitt 1,71). Kira Eggerking war erst vor zwei Jahren im Zuge der Kooperation von der Lindenschule an die Carl-Prüter-Oberschule gewechselt.

Zu den ersten Gratulanten der 107 Schülerinnen und Schülern der insgesamt sechs Abschlussklassen mit ihren Klassenlehrern Carsten Diers (10a), Andreas Hoppe (10c), Henning Bagge (10d), Frank Diedrichs (10e), Sven Buchwald (9a) und Peter Ahlers (9f) zählten neben Kropf und Evensen der Bürgermeister der Samtgemeinde Siedenburg, Rainer Ahrens, Gunter Koop als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Sulingen sowie Fred Wrissenberg für den Schulelternrat.

Wrissenberg bestätigte dem Lehrerkollegium, die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet auf den weiteren Lebensweg zu entlassen. „Auch wenn mancher noch nicht weiß, wo der Weg lang führt.“ Der Vertreter des Schulelternrates bat um Verständnis dafür, dass Eltern nicht immer verstehen, „wie die Jugend tickt“. Sie sollten aber nie vergessen, „wie sie selbst getickt haben, als sie noch jung waren.“

Rainer Ahrens forderte auf, optimistisch in die Zukunft zu blicken. „Die Schule ist zwar beendet, das Lernen geht aber weiter. Gestaltet euer Umfeld und damit auch euer Leben.“

Gunter Koop ergänzte die Ausführungen des Siedenburger Samtgemeindebürgermeisters, richtete sich auch an die, deren (Schul-)Leistungen unter dem des Durchschnittes liegen. „Nutzt die Chance, aus erkannten Schwächen Stärken zu machen.“ Für die „Pechvögel“ einer jeden Abschlussklasse spendierte Koop jeweils eine Eintrittskarte für das Reload-Festival (7. und 8. August).

Schulleiter Manfred Evensen verglich die Carl-Prüter-Oberschule mit einem ICE, den sich die 107 Schülerinnen und Schüler jetzt anschickten, zu verlassen. „Es gilt, in einen anderen Zug einzusteigen, umzusteigen, auszusteigen – Abschied zu nehmen und anzukommen.“ Das Ende der Oberschulzeit verglich der Schulleiter mit einem Knotenpunkt, von dem aus die Reise in verschiedene Richtungen möglich sei. „Wie auf einem richtigen Bahnhof müsst ihr sorgfältig auf euch und euer Reisegepäck selbst aufpassen und eure Reisebegleiter genauestens unter die Lupe nehmen.“ Bei der Bahn seien Verspätungen durchaus möglich. „Deshalb lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr einmal einen Stopp einlegen müsst oder euer Ziel einfach nicht zu erreichen ist.“

Jennifer Kuz sprach von Schülerinnen und Schülern, die während ihrer Schulzeit neue Gefährten gefunden hätten. Mit dem Ende werde der Schulzeit eine Gemeinschaft aufgelöst. Man ziehe aus, um neue Gefährten zu finden. Dankesworte richtete die Abschlussschülerin an die Eltern, die so manchen Stein aus dem Weg geräumt hätten.

In Richtung der Schulgemeinschaft: „Ein Hoch auf uns.“

oti

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