Ausschuss votiert für Auftrag an Fachbüro

Energiekonzept für Hallenbad ist gefragt

Für das Sulinger Hallenbad soll ein Fachbüro ein Energiekonzept erstellen, empfahlen die Ausschussmitglieder einstimmig. ArchivFoto: Thielemann

Sulingen – Die Pellet-Heizung des Sulinger Hallenbades ist seit einer Havarie im Februar 2015 außer Betrieb und die Gasheizung, die eigentlich nur in der Spitzenlast zugeschaltet werden sollte, leistet den „Job“ alleine. Was die Wiederinbetriebnahme der Pelletheizung und, falls diese nicht möglich ist, die Einrichtung eines Blockheizkraftwerkes kosten würde, wollte die SPD-Fraktion im Stadtrat von der Verwaltung wissen (wir berichteten). Im Fachbereich Finanzen habe man sich „schlaugemacht, was es vielleicht für Alternativen gibt“, erklärte Bürgermeister Dirk Rauschkolb in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am Donnerstagabend. Auf eine Kostenkalkulation für die Wiederinbetriebnahme der Pelletheizung habe man verzichtet, da es andere Möglichkeiten der Energieversorgung gebe, die wirtschaftlicher sind und auch unter Klimaschutzgesichtspunkten Sinn machen. Zahlen gab es zur BHKW-Variante: Die Kosten belaufen sich laut Angeboten von Sulinger Firmen auf netto rund 80 000 Euro für die Anschaffung, plus 5 000 bis 6 000 Euro für die erforderliche Anpassung des vorhandenen Schaltschrankes. Im Vergleich zur vorhandenen Gasheizung lasse sich das BHKW deutlich wirtschaftlicher betreiben, eine Kostenamortisation sei bereits nach drei bis vier Jahren möglich, erklärte Andreas Eils, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Finanzen. „So, wie es angeboten ist, könnte mit dem BHWK der Strombedarf komplett abgedeckt werden – was die thermische Energie betrifft, könnten wir das Beckenwasser damit nicht heizen, sondern nur die Räume und das Duschwasser.“ Hinzu komme, dass das Hallenbad in den Sommermonaten geschlossen ist, „wir haben also keine gleichmäßige Auslastung.“ Man sei in der Verwaltung zu der Auffassung gekommen, dass man ein unabhängiges Ingenieurbüro einschalten sollte. Im Auge habe man das Bremer Büro UTEC, „die könnten ein Energiekonzept für das Hallenbad erstellen und darlegen, welche Heizungsform wirklich am wirtschaftlichsten ist.“ Was laut Eils zwischen 5 000 und 6 000 Euro kosten würde.

„Uns in der SPD-Fraktion ging es bei der Pelletheizung natürlich auch um das Thema Nachhaltigkeit“, stellte Andreas Albers fest. Seine Anregung, auch den Einsatz einer neuen Pelletheizung als Alternative durch das Fachbüro prüfen zu lassen, stieß auf Zustimmung. Ebenso die von Hermann Schröder (Gruppe Die Grünen / Die Partei), die Anbindung eines BHKW an das städtische Nahwärmenetz in den Blick zu nehmen. Was Pelletheizungen anbelangt, gebe es heute deutlich bessere Modelle als das im Hallenbad installierte, gaben er und Dörte Knake (Gruppe FDP / Bürger erreichen) zu bedenken. Mario Pschunder (CDU) sprach sich dafür aus, mögliche Fördermittel für umweltfreundliche Heizsysteme nicht außer Acht zu lassen.

Die Ausschussmitglieder empfahlen einstimmig, ein Fachbüro ein Energiekonzept für das Bad erstellen zu lassen.   ab

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