Ausschuss für Soziales legt sich fest

Schaffung von Krippenplätzen: Empfehlung Bürgerpark

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Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Schule und Jugend des Rates der Stadt Sulingen wollen die derzeit noch von der Grundschule Schmelingstraße genutzte Außenstelle für die Krippennutzung umbauen lassen.

Sulingen - Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Schule und Jugend des Rates der Stadt Sulingen wollen die derzeit noch von der Grundschule Schmelingstraße genutzte Außenstelle für die Krippennutzung umbauen lassen.

Einem Antrag der SPD-Fraktion erteilten sie am Montagabend während ihrer Sitzung im Rathaus mehrheitlich eine Abfuhr: Die Sozialdemokraten im Rat wollten die Räume im Bürgerpark an der Breslauer Straße für eine mögliche Nutzung durch den Kinderhort bereitstellen; und für eine laut Bedarfsplanung mittelfristig neu einzurichtende Kindergartengruppe. Sie sprechen sich für einen Krippen-Neubau aus.

Mit der Beschlussempfehlung an Verwaltungsausschuss und Rat setzte sich am Ende der Vorschlag der Verwaltung durch. Der basiert auf einer Kosten-Nutzen-Analyse, die die Ausschussmitglieder während einer vorherigen Sitzung eingefordert hatten, um das Für und Wider eines Krippenneubaus und das eines Umbaus miteinander abzustimmen.

Laut Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereiches Allgemeines und Soziales der Stadtverwaltung, habe man bei den Berechnungen weniger den Fokus auf den Bedarf einer zusätzlichen Kindergarten-, sondern auf den von zwei neuen Krippengruppen gelegt.

Demnach kalkuliert die Stadtverwaltung die Kosten für den Neubau einer Zwei-Gruppen-Krippe, orientiert an der am Holunderweg, mit Kosten in Höhe von 700 000 Euro. „Kosten für Grundstück und Baunebenkosten nicht mitgerechnet“, ergänzte Tammo Schulze von den Freien Wählern Montag in öffentlicher Sitzung.

Gegen Neubau entschieden

Die Kosten für einen Umbau der derzeit noch von der Grundschule genutzten Räume im Bürgerpark seien mit 200 000 Euro kalkuliert; der Kaufpreis des Gebäudes, das sich derzeit noch in Eigentum der Stadtentwicklungsgesellschaft befindet und das neben zwei Krippengruppen Platz für eine Kindergartengruppe bietet, mit zusätzlichen 375 000 Euro. 

„Wen man sich die Vor- und Nachteile anschaut, spricht auch viel für einen Neubau“, sagte Dullin. „Letztendlich würden wir uns aber für den Kauf des Gebäudes im Bürgerpark und einen Umbau entscheiden.“ Einen Ortstermin mit der Landesschulbehörde als Genehmigungsbehörde sei bereits für den 24. Januar vereinbart.

SPD-Ratsmitglied Claus Freye forderte von seinen Ratskollegen den Blick auf das Ganze. Ein Neubau eines Krippengebäudes im Sulinger Westen, entweder im Bereich Feldblumenweg oder auch Wiesenweg, mache nicht nur aus Gründen einer nachhaltigen Stadtplanung Sinn. 

Das Gebäude im Bürgerpark eigne sich genauso für die Aufnahme des Kinderhortes, der mit den Standorten Lindenstraße und Galtener Straße an seine (Raum-)Kapazitäten gestoßen sei. Ausschussvorsitzender Volker Wall unterstützte die Argumentationen seines Fraktionskollegen: Bei einen Umbau der derzeit Grundschulaußenstelle zu einer Krippe vernichte man sich selbst die Chance auf Ausweichkapazitäten für die neue Grundschule an der Straße Am Deepenpool. Ob deren Raumprogramm nach Fertigstellung im Sommer 2019 tatsächlich ausreiche, sei inzwischen fraglich.

Patrick Bade und Oliver Böhm (beide CDU), Dörte Knake (FDP / Bürger erreichen), Thomas Baier (Die Grünen / Die Partei) sowie Tammo Schulze schlossen sich dem Verwaltungsvorschlag an. Knake: „Der Um- ist kostengünstiger als der Neubau. Schon das spricht für sich.“ Oliver Böhm: „Der Bereich Bürgerpark lässt sich besser entwickeln.“ 

oti

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