Einstimmiger Ratsbeschluss

Sulinger Kita-Eltern wollen mitreden: Sitz im Sozialausschuss

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Koordinieren die Arbeit des Stadt-Elternrates der Sulinger Kindertagesstätten: Vorsitzender Julian Mende, Laila Mohrmann und Frank Schuster (von links).

Keine Gegenstimme: Die Elternvertretung der Sulinger Kindertagesstätten darf zukünftig am Tisch des Ausschusses für Soziales, Schule und Jugend Platz nehmen.

Sulingen – Der Rat der Stadt Sulingen stimmte Donnerstagabend in öffentlicher Sitzung der Berufung eines Vertreters des Stadt-Elternrates der Sulinger Kindertagesstätten in den Ausschuss für Soziales, Schule und Jugend zu. Der Elternrat hatte sich zwischenzeitlich konstituiert. Vorsitzender ist der Sulinger Julian Mende, stellvertretende Vorsitzende sind Laila Mohrmann und Frank Schuster.

Das neue Ausschussmitglied wirkt mit beratender Stimme; allerdings ohne Stimmrecht.

Julian Mende ist Vorsitzender des Stadt-Elternrates

Julian Mende und Laila Mohrmann hatten neben 15 weiteren Zuhörern die Beratungen des Rates in der Alten Bürgermeisterei verfolgt. „Wir sind zufrieden“, sagte Mende mit Blick auf den einstimmigen Beschluss.

Den Anstoß zu den Beratungen hatte Elisabeth Wamhoff, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, im Rat während der Sitzung des Ausschusses Soziales, Schule und Jugend Anfang des Monats gegeben (wir berichteten).

Grundlagen für die Zusammenarbeit

An der Gründungsversammlung des Stadt-Elternrates am 18. November hätten sich laut Mende zehn Vertreter aus sieben Kinderbetreuungseinrichtungen in der Kernstadt und ihrer Ortschaften beteiligt. Er selbst ist 32 Jahre alt und Vater einer Tochter sowie eines Sohnes, die beide städtische Kindertagesstätten besuchen. Laila Mohrmann ist 35 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Söhnen, Frank Schuster, 47 Jahre, Vater einer Tochter. Auch Mohrmanns und Schusters Kinder besuchen städtische Kindertagesstätten.

Während der Gründungsversammlung hatten sich die Teilnehmer im Wesentlichen mit der Organisation der Elternvertretung beschäftigt. „Damit wir eine Grundlage für die Zusammenarbeit haben“, erklärt Vorsitzender Mende. Getagt wird demnach mindestens halbjährlich, „oder wenn es einen Anlass zu einer Zusammenkunft gibt.“ Aber: „Gerade in der Anfangsphase werden wir uns sicherlich öfter treffen.“ Die Elternschaft wolle Rat und Verwaltung beratend zur Seite stehen. „Ferienbetreuung, die Suche nach neuen Räumen für den Kinderhort und – nicht zuletzt – die Schaffung zusätzlicher Kindergartenplätze: Themen gibt es aktuell genug.“

„Wir wollen mitgestalten“

Ziel des Elternrates sei mitzugestalten, aber genauso die Mitarbeiter der Kindertagesstätten in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. „Etwa im Bereich der Kommunikation. Da kommt einfach zu wenig bei uns Eltern an.“

Laila Mohrmann nickt: „Im Bereich Kommunikation gibt es mit Sicherheit Optimierungsbedarf. Wichtig ist aber auch, dass wir Eltern gegenüber den Entscheidungsträgern Präsenz zeigen und für unsere Interessen einstehen.“

„Wollen etwas ins Rollen bringen“

Laila Mohrmann geht davon aus, dass die Verbesserungsvorschläge der Elternschaft über die Vertretung in dem Fachausschuss eher Gehör finden, als bisher. „Bevor ich lange rumrede, versuche ich lieber, etwas ins Rollen zu bringen. Das wird durch den Ausschusssitz leichter.“ Der Stadt-Elternrat sei für sie genauso Plattform für den Austausch der Elternvertreter der verschiedenen Einrichtungen: „Was läuft gut, was läuft schlecht: Wir können alle nur voneinander lernen.“

Frank Schuster, auf telefonische Nachfrage der Redaktion zu den fehlenden Kindergartenplätzen in der Stadt: „Wir haben auf jeden Fall Platznot und die Eltern ein Recht auf einen Betreuungsplatz.“

Die Bereitschaft der Elternschaft, sich in die Erarbeitung von Lösungsansätzen einzubringen, sei da: „Politik und Verwaltung sollten das auch nutzen. Wir wollen mitentwickeln – im Sinne der Sache.“

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