Einmal ein Festival rocken

„Reload“ 2018 in Sulingen: Der Band-Contest hat begonnen

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„Of Colours“ beim Reload Festival 2017: Die Frankfurter Band hatte im vergangenen Jahr den Contest gewonnen.

Sulingen - Die ersten 15 Bands warfen am Montag den elektronischen Hut in den Ring: Sie machen beim Contest mit, bei dem es auch in diesem Jahr einen Auftritt beim Reload Festival in Sulingen zu gewinnen gibt.

Bis zum Ende der Bewerbungsphase am 13. April werden es zwischen 140 und 160 Gruppen sein, die auf derselben Bühne wie Papa Roach, Kreator und Co. vor ganz großem Publikum rocken wollen, schätzt Markus Henke vom Contest-Team. Dazu gehören neben dem Steimbker Björn Zachlod aus Liebenau und Ralf Glozober aus Sulingen: Das Trio wählt fünf Bands aus, die sich am Samstag, 28. April, dem Urteil des Publikums im Sulinger Jugendzentrum „JoZZ“ stellen.

Bewerbungen von überall

„Die Bewerbungen kommen aus ganz Deutschland, teilweise aus dem europäischen Ausland und darüber hinaus“, weiß Henke aus Erfahrung. Er spielt selbst in Bands, hat in Nienburg Konzerte veranstaltet, „das Burn Out Festival ist zum Beispiel auf meinem Mist gewachsen.“ Zu den „Machern“ des Reload Festivals gehörte er schon zu dessen erster Stunde 2006 in Twistringen, betreut den Band Contest, seit der 2011 ins Leben gerufen wurde. 

„Es ist so ein Ding, wenn eine Band aus Ägypten dabei sein möchte – das ist nicht so sinnvoll“, formuliert es Henke vorsichtig. Den Fall gab es tatsächlich. Auch Singer/Songwriter und „so Elektrokram“ hätten beim „Reload“ nicht unbedingt die besten Chancen auf den letzten freien Bandslot auf der Hauptbühne, gelte es doch, das Publikum am Samstag gleich richtig auf Drehzahl zu bringen: „Rock, Hardcore, Punkrock, Metal – so lange es handgemacht ist, ist alles gut.“

Kein Plattenvertrag ist Voraussetzung

Eiserne Regel: Die teilnehmenden Bands dürfen noch keinen Plattenvertrag haben, schließlich geht es um die Förderung von Newcomern. Zur Bewerbung (per E-Mail an reload_contest@online.de) gehört die Internetadresse der Homepage und/oder der Facebook-Seite der Band, der Link zu einem Bewerbungssong-Video auf „YouTube“ oder ähnlichen Portalen – und eine individuelle Begründung für die Teilnahme. Henke: „Da schreiben manche vier knackige Sätze, andere eine ganze Din-A4-Seite.“ Es gehe darum, einen Gesamteindruck vom Können und der Präsenz der Band zu bekommen. Und auch darum, sicherzustellen, dass Gruppen nicht zum Beispiel rassistische Standpunkte propagieren. 

Gibt es bei der Sichtung der Bewerbungen Momente des Fremdschämens à la „Deutschland sucht den Superstar“? „Ja, auf jeden Fall, was die Video-Optik, das Song-Arrangement oder den Gesang angeht. Da fragt man sich schon: Warum sagt denen keiner in ihrem Umfeld, dass sie es so nicht machen können?“

Am 13. April läuft die Frist zur Bewerbung ab – und am 14. April gehen Markus Henke, Björn Zachlod und Ralf Glozober in Klausur: „Wir treffen uns an dem Sonnabend und hören von morgens bis abends Musik.“ Wird das nicht schon nach zwei, drei Stunden ausgesprochen anstrengend? „Nein“, versichert Henke, „es eigentlich den ganzen Tag spaßig und total interessant zu sehen, was so der ,Schnitt‘ ist. Im vergangenen Jahr, als ,Of Colours‘ gewonnen haben, konnten wir fünf qualitativ unheimlich gute Bands ins Jugendzentrum einladen.“ Das ist diesmal hoffentlich auch so. ab

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