Katholische Pfarrgemeinde Mariä Heimsuchung feiert ihr 70-jähriges Bestehen

„Einladende Gemeinde sein“

Die Feier des Abendmahls im Festgottesdienst: Bruder Benedikt Ende, Pfarrer Johannes Voß, Pfarrer Anton Koffner, Pfarrer Michael Lier und Pfarrer Peter Göhlich (von links). - Foto: Behling

Sulingen - Ihr Ursprung war der Wunsch der vielen Vertriebenen, etwa aus Schlesien und Pommern, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges in die Region Sulingen kamen, auch konfessionell eine neue Heimat und Gemeinschaft zu finden: Die katholische Pfarrgemeinde Mariä Heimsuchung feierte am Sonntag ihr 70-jähriges Bestehen.

Auch viele ehemalige Gemeindeglieder, die nicht mehr in der Region wohnen fanden sich dazu ein – ebenso wie Schwester Wunibald, die die Gemeinde über viele Jahre begleitete, und die ehemaligen Pfarrer der Gemeinde, Peter Göhlich, Anton Koffner, Johannes Voß und Günter Wessendorf.

Sie wirkten im Gottesdienst ebenso mit wie Michael Lier, Pfarrer der heutigen Pfarreiengemeinshaft Barnstorf-Diepholz-Sulingen. Die Predigt hielt Bruder Benedikt Ende von den Alexianer Brüdern, der als Seelsorger in Senden tätig ist – und aus Barenburg stammt, also „geistliches Kind“ der Pfarrgemeinde Mariä Heimsuchung ist.

„Viele Menschen – ob Priester, Ordensschwestern oder Gemeindeglieder – haben am Aufbau und Ausbau der Pfarrgemeinde tatkräftig mitgewirkt“, betonte Johanna Lübbers, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, bei der Begrüßung in der Kirche am Schwafördener Weg. „Das ist gerade in den Anfangsjahren bestimmt sehr schwer gewesen. Aber ohne die Unterstützung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde wäre der Aufbau der katholischen Kirchengemeinde noch erheblich schwerer geworden.“ Johanna Lübbers dankte für dieses gute Miteinander – auch Pastor Jörg Schafmeyer zählte zu den Gästen des Gemeindefestes.

Bruder Benedikt Ende bezog sich in seiner Predigt auf den Apostel Thomas. Gerade Menschen, die in ihrem Glauben zweifeln, gelte es nicht ins Abseits zu stellen. Er forderte die Mitglieder der Pfarrgemeinde auf, eine „einladende Gemeinde“ zu sein.

Nach dem Gottesdienst gab es vor dem Gemeindehaus Gegrilltes und Salate zur Stärkung. Im Inneren war eine Ausstellung von Ikonen, Portraits, Stillleben und Landschaften, gemalt von Schwester Laetaris, zu sehen und das Ehepaar Panatzek hatte die Entwicklung der Gemeinde in einer Präsentation mit Fotos und Zeitungsartikeln dokumentiert. - ab

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