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Eine rätselhafte Hochzeitsgesellschaft

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Von: Harald Bartels

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Eine Frau sitzt an einem gedeckten Tisch.
Im neuen „Escape Room“ der Kirchengemeinde freut sich Rielana Sundermeier auf Rätselfreunde. © Bartels

Sulingen – Eine ungewöhnliche Attraktion bietet nun die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen: Im Dachgeschoss über dem Gemeindebüro an der Lindenstraße ist hier ein „Escape Room“ eröffnet worden.

Derartige Räume sind in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung geworden. Ziel ist es jeweils, innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Raum Hinweise zu suchen für Rätsel unterschiedlichster Art, deren Lösung den Ausgang aus dem Raum freigibt.

Auf diesem Prinzip beruht auch das Sulinger Angebot, das laut Diakonin Rielana Sundermeier „schon viel eher“ hätte eröffnet werden sollen. Das Projekt habe Diakon Sascha von Poeppinghausen während seines Anerkennungsjahres 2019 / 2020 mit Jugendlichen begonnen. Eine Vorlage aus einem Buch sei dafür an die hiesigen Gegebenheiten angepasst und der Raum entsprechend gestaltet worden.

Bewusst eine unbekanntere Geschichte ausgewählt

Im Mittelpunkt steht dabei die Hochzeit zu Kana, eine Erzählung aus dem Johannes-Evangelium. Der Hochzeitsgesellschaft, zu der auch Jesus gehört, geht der Wein aus, woraufhin er Wasser in Wein verwandelt.

Dieses Wunder sei in einem modernen Setting für den „Escape Room“ genutzt worden. Es sei eine eher unbekannte Geschichte ausgewählt worden, „damit man auch noch etwas lernen kann“, erläutert die Diakonin. Wichtig sei zudem gewesen, dass es eine Geschichte aus dem Neuen Testament ist, in der Jesus vorkommt. Das Szenario der Feier sei zudem eins, das viele auch aus dem eigenen Alltag kennen. Viele der Requisiten dafür seien ohnehin im Gemeindehaus vorhanden gewesen, und anderes, etwa Stuhlhussen oder Schlösser, habe man angeschafft.

Angebot für alle Altersgruppen

„Wegen Corona ruhte das Projekt, aber jetzt im Februar haben wir das mit einem ,Konfi-Wochenende‘ eingeweiht“, berichtet Rielana Sundermeier. Insgesamt 55 Jugendliche hätten sich nacheinander in kleinen Gruppen sehr motiviert an der Aufgabe versucht, und fast alle hätten die Lösung auch innerhalb der vorgesehenen Zeit von einer Stunde gefunden. „Sie fanden es spannend, dass Kirche auch ,so was‘ macht“, berichtet die Diakonin, und von den Eltern habe man gehört, wie begeistert die Konfirmanden zuhause vom „Escape Room“ erzählt hätten. Nun könne der Raum auch von anderen genutzt werden: „Das ist etwas für alle Altersgruppen – Jugendliche, Erwachsene und Familien.“ Allerdings ist das Angebot nicht barrierefrei, da der Raum nur über eine Treppe zu erreichen ist.

Bis zu sechs Personen könnten teilnehmen, aber ideal seien Gruppen von zwei bis drei Mitspielern, denn „dann bekommen alle mit, woran die anderen rätseln“, empfiehlt die Diakonin. Bisher sei sie immer mit im Zimmer gewesen, um bei Bedarf Tipps zu geben. In Kürze würde die Installation von Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern abgeschlossen, damit die Gruppen aus einem Nebenraum betreut werden können. Wer den „Escape Room“ ausprobieren möchte, wendet sich an Rielana Sundermeier (Tel.: 0 42 71 / 7 83 84 00; E-Mail: rielana.sundermeier@evlka.de).

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