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Ein Problem gelöst, ein anderes bleibt an der Sulinger Sankt-Nicolai-Kirche

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Von: Harald Bartels

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Zwei Männer stehen neben Fahrradständern vor einer Kirche.
Die neuen Fahrradständer an der Sankt-Nicolai-Kirche präsentieren Cord Borchers-Rohde (links) und Dietrich Beverborg vom Kirchenvorstand der Gemeinde. © Bartels

An der Sankt-Nicolai-Kirche in Sulingen wurden moderne Fahrradständer installiert. Die neue Beleuchtung fehlt jedoch noch.

Sulingen – Wer mit dem Rad eine Veranstaltung in der Sankt-Nicolai-Kirche in Sulingen besuchen möchte, findet nun eine neue Abstellmöglichkeit für sein Gefährt vor: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und die Stiftung „Kirche für Sulingen“ haben das Projekt abgeschlossen.

Wie lange die alten Fahrradständer hier standen, können Cord Borchers-Rohde und Dietrich Beverborg aus dem Kirchenvorstand gar nicht mehr sagen. Fest steht aber, dass sie nicht mehr in die Zeit passten, weil nicht tauglich für moderne Fahrräder. An ihrer Stelle stehen nun zehn moderne Anlehnbügel auf einer neu gepflasterten Fläche neben einem neu angelegten Beet.

Die Idee sei vor etwa anderthalb Jahren entstanden, erinnert sich Beverborg: „Die Umsetzung ging dann zügig vonstatten, innerhalb einer Woche.“ Eingebunden gewesen sei das Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche Hannover in Verden, mit dem es eine „hervorragende Zusammenarbeit“ gegeben habe.

Anlehnbügel wie am Freizeitbad

Bei der Gestaltung habe man die Stadt zurate gezogen, um sie gegebenenfalls dem neuen Stadtmobiliar anzupassen, so Borchers-Rohde, aber das sei nur in anderen Farbtönen verfügbar. Stattdessen habe sich der Kirchenvorstand orientiert an den Anlehnbügeln am Freizeitbad – auch, weil sie zum vorhandenen Geländer vor dem Kirchturm passen.

Eine Überdachung der Bügel sei nicht möglich gewesen, um den Blick auf die Kirche nicht zu beeinträchtigen, ergänzt Beverborg. Das wäre nur an anderer Stelle umsetzbar gewesen, etwa durch eine Verlängerung der Garage am Parkplatz neben der Kirche, doch dieser Standort sei aus verschiedenen Gründen nicht infrage gekommen.

Alte Parkplatzbeleuchtung ist abgängig

Finanziert wurde das Projekt mit einem Volumen von 10 000 Euro je zur Hälfte von Kirchengemeinde und Stiftung, unterstützt durch einen Zuschuss der Volksbank Niedersachsen-Mitte eG – „darüber sind wir sehr froh“, so Beverborg.

Nicht beseitigt werden konnte jedoch ein lange bemängelter Kritikpunkt – die Beleuchtung des Parkplatzes und der Fahrradstellfläche. Die Beleuchtung sei abgängig, auch weil sie durch die Bäume zugewachsen sei und die Kirchengemeinde sie mit ihren Mitteln nicht freischneiden könne, sagt Beverborg. Zudem falle der Parkplatz – und damit auch die Beleuchtung – in die Zuständigkeit der Stadt. Mit der Verwaltung sei besprochen worden, dass die beiden alten Laternen ersetzt werden durch zwei moderne Lichtstelen, wie sie seit dem vergangenen Jahr an der Langen Straße installiert sind. Sie bieten den großen Vorteil, dass sie sowohl den Parkplatz als auch die Anlehnbügel ausleuchten könnten, anders als die vorhandenen Laternen. Der ursprüngliche Plan habe vorgesehen, dass der Austausch zeitgleich mit dem Aufstellen der Bügel geschehen sollte. „Die Situation ist misslich“, so Beverborg, „aber wir hoffen, dass sich das bald löst.“

Neue Laternen vielleicht im kommenden Jahr

Der Austausch der Beleuchtung sei tatsächlich Bestandteil des Investitionsprogramms gewesen, bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung Stefanie Backhaus, Leiterin des Fachbereichs II – Finanzen der Stadtverwaltung. Angesichts der schlechten finanziellen Lage sei dieser Punkt jedoch noch in die Folgejahre verschoben worden, bevor der Haushaltsentwurf in die politischen Beratungen ging.

Der Handlungsbedarf ist der Verwaltung jedoch bewusst: „Ich gehe davon aus, dass wir die Maßnahme nächstes Jahr in den Haushalt geben“, bekräftigt Andreas Nordloh, Leiter des Fachbereichs III – Bauen, Planung und Ordnung. Bis dahin werde der städtische Bauhof damit beauftragt, die Laternen wieder freizuschneiden, aber das könne erst nach Ende der Vegetationszeit erfolgen.

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