Nach 48 Jahren: Rolf Fischer nimmt Abschied von Steuerabteilung der Stadt Sulingen

EDV-Pionier und Freund des Wortwitzes geht

Mit großem Dank für dessen Engagement verabschiedete Bürgermeister Dirk Rauschkolb (links) Rolf Fischer, hier mit Ehefrau Annette, in den Ruhestand. 
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Mit großem Dank für dessen Engagement verabschiedete Bürgermeister Dirk Rauschkolb (links) Rolf Fischer, hier mit Ehefrau Annette, in den Ruhestand. Foto: Behling
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Sulingen – Anfang der Siebziegerjahre sei die berufliche Zukunft noch von den Eltern bestimmt worden. „Mein Vater selbst war auch ein ,Bürokrat‘ “, formulierte es Rolf Fischer, den sein Weg vor mehr als 48 Jahren in die Sulinger Stadtverwaltung führte – obwohl er sich eigentlich eher in einem technischen Beruf gesehen habe. Allerdings: „Im Nachhinein betrachtet bin ich mit meinem Lebenslauf durchaus zufrieden“, stellte der 64-jährige anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand lächelnd fest.

Eine Feierstunde „in Etappen“, im Ratssaal und im Freien, sodass auch in Corona-Zeiten viele Wegbegleiter dabei sein konnten. Denen, vor allem der „Clique“ der Steuerabteilung, zollte Rolf Fischer großes Lob: „Wir sind ein Pfundshaufen, ich habe mich sehr, sehr wohl gefühlt. Das Miteinander hat mir unwahrscheinlich gut gefallen.“ Seine Devise sei gewesen, offen auf die Menschen zuzugehen, auf Kollegen und Bürger, jeden so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte: „Mit Menschlichkeit, Anstand und Respekt.“

Nach der Mittleren Reife besuchte Rolf Fischer die Einjährige Höhere Handelsschule, begann am 1. August 1971 seine Ausbildung bei der Stadt Sulingen und war hier seit 1974 in der Steuerabteilung angestellt – mit einem „Abstecher“ ins Einwohnermeldeamt, ergänzte Fischer die Daten, die Bürgermeister Dirk Rauschkolb aus der Personalakte wiedergab.

Schon die Einladungskarte (Kostprobe: „Geht dir der Rat aus, dann geh ins Rathaus“) spiegele den Wortwitz wider, der Fischer zu eigen ist, stellte der Bürgermeister fest. Engagiert, sorgfältig, bodenständig, loyal und zuverlässig – diese Beschreibung von Fischers Charakterzügen finde sich in der Akte. „Ich stelle heraus, dass sie vor allem menschlich geblieben sind. Immer gut aufgelegt und sehr angenehm im Umgang.“ Rauschkolb würdigte Fischer als „Pionier der EDV“ im Rathaus – auch wenn er mit seiner Prognose, die werde sich bis zu seiner Rente nicht durchsetzen, nicht ganz richtig lag. Er sei ein „Textmarkervirtuose und Kenner der schönsten Verfügungspunkte, ein Liebhaber der Nutzung von Durchschriften“.

Auch die Kollegen, die Rolf Fischer in Form eines verlängerten Ausfluges durch die „City“ nach Hause brachten, wünschten ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute. Langweilig wird ihm im Ruhestand sicher nicht: Er wird weiterhin für die Stadt Sulingen im Einsatz sein, ehrenamtlich, als Stadtarchivar.

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