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DRK-Ortsverein Klein Lessen: 50 Jahre Einsatz für die Mitmenschen

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Von: Harald Bartels

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In den alten Unterlagen blättern (von links) Karin Wittek, Monika Sudmann und Antje Schwarze.
In den alten Unterlagen blättern (von links) Karin Wittek, Monika Sudmann und Antje Schwarze. © Bartels

Der DRK-Ortsverein Klein Lessen will sein Jubiläum des 50-jährigen Bestehens als „Tag für das Dorf“ feiern.

Klein Lessen – Der DRK-Ortsverein Klein Lessen hat in diesem Jahr Grund zu feiern, wird er doch 50 Jahre alt. Gefeiert werden soll das Jubiläum auch, doch wann und wie steht noch nicht fest.

Gegründet wurde der Verein am 11. April 1972, sagt die amtierende Vorsitzende Monika Sudmann. Der Auslöser sei ein Erste-Hilfe-Kurs bei der Feuerwehr Klein Lessen gewesen, erinnert sich Antje Schwarze, von 1993 bis 2004 Vereinsvorsitzende: Nach dem Kurs habe Ida-Dora Blüthgen, damals Vorsitzende des Ortsvereins Sulingen, angeregt, hier auch einen Verein zu gründen. Dem Aufruf folgten 23 Damen, darunter sie selbst. Elf der Gründerinnen seien noch Mitglied im Verein, fügt Monika Sudmann hinzu. Für die ersten Veranstaltungen nutzte der Verein auch den Gruppenraum im damaligen Feuerwehrhaus, während sich heute die Aktivitäten auf das Gemeinschaftshaus und das Gasthaus Albers verteilen.

Ein Zeitungsausschnitt zeigt die Jubiläumsfeier von 1997.
Bei der Jubiläumsfeier vor 25 Jahren gab es Blumen für die Damen, die den Ortsverein mitgründeten oder im Gründungsjahr eintraten. © Biermann

Allerdings gab es bereits vorher DRK-Aktivitäten in Klein Lessen, weiß Antje Schwarze. Leider gebe es darüber kaum Unterlagen: Erhalten geblieben sei, dass die Gemeinde Klein Lessen 1953 dem DRK für einen Jahresbeitrag von zehn D-Mark beigetreten sei, und Anfang der sechziger Jahre habe der Verein seine Aktivitäten einstellen müssen.

Der neue Verein habe den Schwerpunkt jedoch auf Angebote für die Senioren im Dorf gelegt, so Monika Sudmann. Neben der Hobbyausstellung, die auch heute noch alle zwei Jahre, jetzt zusammen mit der Kameradschaft ehemaliger Soldaten, veranstaltet wird, gehörten dazu Seniorennachmittage. Die seien anfangs gut besucht gewesen, erinnert sich Antje Schwarze, aber inzwischen gebe es stattdessen die Spiele- und Klönnachmittage. Auch Ausflüge habe man veranstaltet: „Das waren manchmal ganz schöne Sausen“, lacht sie. Damals sei es schon frühmorgens losgegangen, und abends sei man erst spät wieder zurückgekommen.

Blutspende ist ein Schwerpunkt

Beliebt seien auch die Radtouren gewesen, nach deren Ende oft noch lange gegrillt worden sei. Seit einigen Jahren gebe es statt der Radtour am 1. Mai das Dorffrühstück, so Monika Sudmann, „und das wird gut angenommen.“

Als weiterer Schwerpunkt bildete sich bald das Blutspenden heraus – eine wichtige Aufgabe, wie die Vorsitzende findet. Anfangs sei das gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Barenburg organisiert worden, und nachdem in Groß Lessen ebenfalls ein DRK-Ortsverein gegründet wurde, richte man das Blutspenden abwechselnd mit den Groß Lessenern aus.

Geselligkeit spielt wichtige Rolle

Ein wichtiger Termin im Kalender waren von Anfang an auch die Adventsfeiern. Gab es in den ersten Jahren noch getrennte Veranstaltungen für Senioren und Mitglieder, feiert man inzwischen längst gemeinsam. Bei der Gestaltung des Programms spielte die „Feierabendschauspieler“ und die Seniorentanzgruppe eine wichtige Rolle. Beide seien aus dem DRK hervorgegangen, betont Antje Schwarze, aber die Laienschauspieler hätten ihre Aktivitäten eingestellt, nachdem die langjährige Leiterin verstorben sei, und der Seniorentanz sei aus Altersgründen eingestellt worden.

Weiterhin gehören zum Angebot des Vereins Vorträge zu verschiedenen Themen, regelmäßige Kurse für Erste Hilfe und Erste Hilfe am Kind, wechselseitig organisierte Tagesfahrten mit dem Ortsverein Groß Lessen sowie der jährliche Kohlmarsch zusammen mit der Kameradschaft ehemaliger Soldaten.

Gemeinsam mit anderen Vereinen

Vieles habe man auch gemeinsam mit den anderen örtlichen Vereinen unternommen, berichtet Monika Sudmann, so sei man beteiligt gewesen am Bau des Schießstands oder am Aufstellen des Pavillons vor dem Gemeinschaftshaus, und auch beim „Dreck-weg-Tag“ sammele man gemeinsam Müll ein. Seit einigen Jahren nehme man auch teil am Stammtisch der Vorstände der DRK-Ortsvereine im Sulinger Land, den die Sulinger Ortsvereinsvorsitzende Gisela Lühmann-Landau initiiert habe: „Das ist immer ein interessanter Austausch.“

Noch im Gründungsjahr verdoppelte sich die Mitgliederzahl von 23 bis zur ersten Jahreshauptversammlung. Den Höchststand mit 77 Mitgliedern habe man 2001 erreicht, so Monika Sudmann, und aktuell seien es 63 Menschen, die dem Verein angehören.

Kontinuität an der Spitze

Kontinuität gab es auch an der Spitze des Vereins: Von der Gründung bis 1983 stand Inge Spehlbrink an der Spitze. Ihr folgte Gerda Griffel nach, die 1993 von Antje Schwarze abgelöst wurde. Von 2004 bis 2016 führte Rosemarie Friedrichs den Verein, und seither ist Monika Sudmann im Amt. Das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden hat seit 1996 Hannelore Schwarz inne, und den Vorstand vervollständigen Kassenwartin Silke Nordloh und Schriftführerin Karin Wittek. „Ich finde es toll, dass wir bislang immer eine Nachfolgerin gefunden haben“, lobt Antje Schwarze. Es habe aber niemals jemand dazu überredet werden müssen, hebt Monika Sudmann hervor, denn „die Arbeit macht ja auch Spaß!“

Zur Jubiläumsfeier gibt es noch keine konkreten Planungen: „Es soll ein Tag für das Dorf werden“, betont Monika Sudmann. Fest steht dagegen bereits, dass am Mittwoch, 6. Juli, im Gasthaus Albers der Verein die nächste Blutspende ausrichtet, und „dann wollen wir für die Spender wieder grillen.“ Angedacht ist zudem, am Volkstrauertag wieder eine Hobbyausstellung auszurichten.

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