Sanitäter in spe üben realitätsnah

DRK organisiert in Sulingen Pilotprojekt „Tag der Auszubildenden“

Das Zusammenspiel bei der Höhenrettung probten die DRK-Ausbildenden gemeinsam mit Kräften der Ortsfeuerwehr Sulingen auf und am Feuerwehrgerätehaus.
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Das Zusammenspiel bei der Höhenrettung probten die DRK-Ausbildenden gemeinsam mit Kräften der Ortsfeuerwehr Sulingen auf und am Feuerwehrgerätehaus.

Sulingen – Mit realitätsnah simulierten Notfällen auf dem Dach des Sulinger Feuerwehrgerätehauses, in einer Autowerkstatt, an einer Biogasanlage und im Freizeitbad wurden die Auszubildenden der DRK-Rettungswache in Sulingen konfrontiert: Der „Tag der Auszubildenden“ am Sonnabend war ein Pilotprojekt des DRK-Kreisverbandes Diepholz.

„Wir wissen sehr zu schätzen, was man hier für uns auf die Beine stellt. Wir freuen uns auf den Tag“, waren sich Jakob Klippenstein und Maurice Brand, die als angehende Notfall- beziehungsweise Rettungssanitäter in der DRK-Rettungswache Sulingen ihre Ausbildung absolvieren, einig. Während sie auf ihren Einsatz warteten, verfolgten sie gespannt das Geschehen auf dem Dach des Sulinger Feuerwehrgerätehauses, wo ihre Kollegen Sarah Henn und Tim Fehrs (im zweiten Ausbildungsjahr zum Notfallsanitäter) bereits den Ernstfall probten.

Für den „Tag der Auszubildenden“ hatten die Verantwortlichen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um vier angehende Nachwuchskräfte anhand realistischer Fallbeispiele auf den Praxisalltag vorzubereiten. „In den vergangenen Monaten ist der praktische Teil etwas zu kurz gekommen. Und bei Großübungen stehen nicht unbedingt die Auszubildenden im Mittelpunkt“, sagte Theres Mattke, Verbandsreferentin des DRK-Kreisverbandes Diepholz.

Wiederbelebung eines „beinahe Ertrunkenen“ im Sulinger Freizeitbad.

Klaus Hische und Thorsten Bems, Notfallsanitäter und Praxisanleiter der DRK-Rettungswache Sulingen, hatten ein auf den Nachwuchs zugeschnittenes Konzept entwickelt. Mit „ins Boot“ holten sie die Kameraden der Ortsfeuerwehr Sulingen. „Sie sind bei Übungen gern dabei. Ein Gewinn für alle ist, das technische und medizinische Zusammenspiel zu proben und sich untereinander besser kennenzulernen“, sagte Theres Mattke. „So ist der reibungslose Ablauf im Ernstfall sichergestellt.“

Fünf Szenarien standen am Samstag auf dem Lehrplan: Nach dem Treffen in der Rettungswache und der Fahrzeugkontrolle wurden die Auszubildenden zu einem ersten Notfall in der Nachbarschaft gerufen: Eine junge Frau war bei Reinigungsarbeiten auf dem Hallendach der Feuerwehr kollabiert, so das Szenario. In Kooperation mit der Ortsfeuerwehr Sulingen, deren Drehleiter zum Einsatz kam, probten die Auszubildenden die Bergung und die Reanimation.

Zweiter Schauplatz war das Sulinger Freizeitbad: Hier waren Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen nach dem „Beinahe-Ertrinken“ eines Badegastes sowie die Ersthilfe nach einer allergischen Reaktion auf einen Wespenstich gefragt.

Ein Sturz aus großer Höhe war das Szenario an der Biogasanlage in Nechtelsen.

Weitere Szenarien waren ein Unfall in der Werkstattgrube im Autohaus Clamann, ein Motorradunfall auf der Nienburger Straße und der Sturz aus großer Höhe an einer Biogasanlage (auf dem Hof der Familie Burdorf in Nechtelsen). Eingeübt wurde außerdem die Übergabe der Verletzten in der Notfallaufnahme der Klinik Sulingen.

Rund 20 Helfer waren in die von Klaus Hische und Thorsten Bems in Absprache mit der Freiwilligen Feuerwehr vorbereiteten Übungseinheiten involviert. Theres Mattke unterstrich die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Einrichtungen: „Wir hatten an allen Stellen sehr kooperative Mitstreiter.“ Um ein wirklichkeitsnahes Training sicherzustellen, hatte Kerstin Köppe (Bereitschaft Sulingen) die Wunden und Verletzungen der drei Darsteller realitätsnah aufgeschminkt.

Der „Tag der Auszubildenden“ sei ein Pilotprojekt, erklärte Theres Mattke. Ziel sei, an den Standorten Diepholz, Bassum und Leeste entsprechende Angebote zu schaffen. Insgesamt absolvieren 14 junge Menschen in den DRK-Rettungswachen im Landkreis Diepholz die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter, während der sie schrittweise mehr und mehr Verantwortung übernehmen. Ihre beruflichen Perspektiven sind sehr gut. Theres Mattke: „Der Bedarf an qualifiziertem Personal ist groß.“ Glücklicherweise habe man bisher keine Probleme gehabt, die Ausbildungsplätze zu besetzen.

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