Partnerschaft kann fortgesetzt werden

DRK gewinnt Europa-Ausschreibung für Rettungsdienst im Kreis Diepholz

Erleichterung bei allen Beteiligten: Die bewährte Zusammenarbeit zwischen Landkreis und DRK kann fortgesetzt werden. Das
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Erleichterung bei allen Beteiligten: Die bewährte Zusammenarbeit zwischen Landkreis und DRK kann fortgesetzt werden. Das
  • Anke Seidel
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Landkreis Diepholz – Erleichterung bei allen Beteiligten: Der Kreisverband im Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat die europaweite Ausschreibung gewonnen – und übernimmt damit für mindestens weitere acht Jahre den Rettungsdienst im Landkreis Diepholz, denn es gibt eine Option für weitere vier Jahre.

„Schön, dass es so ausgegangen ist. Schön, dass es so weiter geht“, freute sich Landrat Cord Bockhop am Dienstag während der Vertragsunterzeichnung in der Rettungswache Sulingen.

Ulrike Hirth-Schiller, hauptamtliche Vorsitzende des DRK-Kreisverbands, war schlichtweg begeistert: „Ich freue mich wahnsinnig.“ Denn das DRK ist an insgesamt sieben Standorten mit einer Rettungswache vertreten und beschäftigt dort rund 120 Mitarbeiter.

Auch für sie bedeute die Verlängerung des Vertrags Sicherheit, betonte Horst Wiesch als Präsident des DRK – wie der Rettungsdienst selbst Sicherheit für die Menschen im Landkreis Diepholz bedeutet.

Aufgrund der vergaberechtlichen Bestimmung hatte der Landkreis die Leistungen des Rettungsdienstes für die Zeit ab dem 1. Januar 2021 europaweit ausschreiben müssen – und sich dafür bewusst einen ganz erfahrenen Partner an die Seite geholt: eine auf diesen Bereich spezialisierte Anwaltskanzlei aus Köln.

Das Kreisgebiet war für die Ausschreibung in drei Losbereiche aufgeteilt. Los 1 umfasst die Rettungswachen in Leeste sowie in Syke, während zu Los zwei die Rettungswachen Bassum und Sulingen gehören. Das Los drei beinhaltet die Rettungswache Diepholz und die Außenstellen in Rehden sowie in Hüde am Dümmer.

„Alle Rettungswachen und Außenstellen sind ganzjährig rund um die Uhr mit mindestens einem Rettungswagen besetzt. Hinzu kommen auch die Krankentransportwagen an den Rettungswachen in Bassum und Sulingen sowie weitere Tagesrettungswagen“, erläutert der Landkreis die elementare Bedeutung dieser Einrichtungen.

Nicht nur Notfallrettung und qualifizierter Krankentransport waren neu ausgeschrieben worden, sondern auch der so genannte erweiterte Rettungsdienst – elementar bei Großschadenslagen. Die Ausstattung des DRK ist darauf abgestimmt. Denn an den sieben Standorten verfügt es über zehn Rettungswagen sowie zwei Krankentransportwagen und vier Notarzteinsatzfahrzeuge. Zum Fahrzeugpark gehören genauso Reservefahrzeuge und solche, mit denen Ehrenamtliche bei Großschadenslagen helfen können.

„Wir haben den Rettungsdienst im Landkreis Diepholz aufgebaut und maßgeblich geprägt“, hatte Ulrike Hirth-Schiller noch in der Bewerbungsphase erklärt. Und genauso: Grundsätzlich sei das DRK dem unmittelbaren Dienst am Menschen in Not verpflichtet.

Obwohl die Hürden bei der Ausschreibung so hoch hingen, dass zum Beispiel ein Bewerber aus Portugal wohl nur eine theoretische Chance gehabt hätte, gingen offenbar doch andere Bewerbungen ein: „Es gab Konkurrenten“, betonten Landrat Cord Bockhop und Klaus Speckmann als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Bevölkerungsschutz unisono.

Für Landrat Cord Bockhop ist eine europaweite Ausschreibung bei der Daseinsvorsorge, wie etwa Rettungsdienst oder auch Wasserversorgung, alles andere als zielführend. Ein seit Jahrzehnten verlässlicher Partner wie das DRK sei dadurch in eine Unsicherheit geraten, „die völlig unnötig ist“. Spätestens nach der Coronakrise müsse in Berlin und Hannover über die Sinnhaftigkeit solcher Verfahren nachgedacht werden. „Wir können das selber regeln“, betonte der Landrat –und mit seinen Partnern sowohl etwaige Probleme klären, als auch einen angemessenen Preis vereinbaren. Nicht immer gehe es nur um den letzten Cent. Deshalb war bei der europaweiten Ausschreibung die Qualität des Rettungsdienstes ein maßgebliches Kriterium und nicht nur der Kostenfaktor.

Übrigens betreibt der Landkreis Diepholz selbst vier Rettungswachen im Kreisgebiet mit rund 50 Beschäftigten.

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