Wasserwacht ist aufgelöst

DRK-Bereitschaft Sulingen: Fokus auf Betreuung und Sanitätsdienst

Ein Schwimmtrainer blickt auf seine Schützlinge im Schwimmbecken.
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„Gründungstreffen“ der Wasserwacht Sulingen im Oktober 2009 im Hallenbad, rechts Initiator Roland Bonk.

Sulingen – Ein Foto auf Facebook markiert das Ende: Dort zeigt die DRK-Bereitschaft Lemförde ein Rettungsboot und ein Rettungsbrett – Material, das die Ehrenamtlichen aus den Beständen der DRK-Wasserwacht Sulingen erhalten haben, die 2021 ihre Aktivitäten eingestellt hat.

Grund dafür ist nicht, dass es keinen Bedarf mehr gegeben hätte, sondern schlicht der Mangel an Aktiven, erklärt Thorben Block, Bereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes Diepholz. „Es gab in Sulingen schon längere Zeit zu wenig Bootsführer und Rettungsschwimmer“, berichtet er. Zuletzt seien es noch fünf Aktive gewesen, die aber im Rahmen einer Doppelmitgliedschaft in Wagenfeld mittrainiert hätten. „Gerade Bootsführer fehlen uns, denn die Ausbildung ist sehr aufwendig: Anders als viele glauben, reicht der Sportbootführerschein Binnen nicht aus, weil besondere Manöver zu fahren sind.“

Daher habe der Kreisverband umstrukturiert: Statt dreier Wasserwachten, die nur einigermaßen ausgerüstet wären, gebe es nun die beiden stark ausgestatteten Standorte Wagenfeld und Lemförde, die Material und Gerätschaften aus Sulingen übernommen hätten und den bisher von dort abgesicherten Bereich künftig mit betreuen. „Wir haben an beiden Standorten zusammen ungefähr 50 ,Wasserwachtler‘, darunter in Wagenfeld auch Rettungstaucher und eine starke Wasserwacht-Jugend“, sagt Thorben Block.

Kreisverband hat Bereitschaften umstrukturiert

Die Wasserwacht Wagenfeld leitet Roland Bonk, der im Herbst 2009 die Sulinger Vertretung ins Leben gerufen hatte, nachdem er zuvor bereits 28 Jahre in Bayern in der Wasserwacht aktiv war – in Ausbildung und Rettungseinsätzen. Darüber hinaus ist er für den Bereich auch im DRK-Landesverband Niedersachsen im Einsatz: „Wir sind froh, dass wir ihn haben“, lobt Thorben Block.

Im Zuge der Umstrukturierung stärke der Kreisverband in Sulingen die Bereiche Sanitätsdienst und Betreuungsdienst. Der Sanitätsdienst sei gefragt bei Großschadenslagen zur Unterstützung des Rettungsdienstes und begleite Veranstaltungen, beispielsweise Reitturniere. „Veranstalter dürfen sich gerne bei uns zeitnah melden, damit wir ihre Veranstaltung auch einplanen können“, betont Thorben Block. Anfragen nimmt er gerne entgegen (E-Mail: thorben.block@drk-diepholz.de).

Weitere Renovierungsarbeiten in Sulingen

Im Betreuungsdienst gehe es darum, bei Großschadenslagen Betroffene zu versorgen mit Verpflegung, Bekleidung oder Hygieneartikeln. Als Beispiele nennt Block die Evakuierung im Zuge von Bombenentschärfungen, aber auch den Betrieb des Notfallseniorenheims in Bruchhausen-Vilsen in den vergangenen zwei Jahren und die zeitweilige Umwandlung von Sporthallen in Impf- und Testzentren. In Sulingen sei dafür ein neuer Betreuungs-Lkw stationiert worden, der Material für bis zu 300 Personen bereithalte. Dafür sei der Standort mit der großen Fahrzeughalle optimal. „Wir werden auch weiter aktiv in der Bereitschaft“, kündigt Thorben Block an. Es sei damit begonnen worden, die Sozialräume in Sulingen „auf Vordermann“ zu bringen. Weitere Renovierungen seien in Planung, angefangen mit der der Fahrzeughalle in den nächsten Wochen.

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