Dorfgemeinschaftshaus Stadt: Ortsrat spricht sich für neuen Standort aus

Fachwerkgebäude zieht um

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Heiner Gutschmidt (hier auf einem Bild aus dem Herbst 2014) hatte der Stadt die Übernahme des Fachwerkgebäudes angeboten.

Rathlosen - Rathlosens Ortsbürgermeisterin Ingrid Jantzon hält Wort. Im Oktober hatte sie angekündigt, dass der Ortsrat kurzfristig über die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses in Stadt eine Entscheidung treffen werde. Die ist inzwischen gefallen: Das Fachwerkgebäude, das lange als „Juwel“ und Treffpunkt im Rathlosener Ortsteil galt, wird abgebaut – und erhält auf dem Anwesen Bönsch, unmittelbar an der Kreisstraße 2 in Stadt, einen neuen öffentlich zugänglichen Standort.

1993 war das Fachwerkgebäude im Zuge der Dorferneuerung entstanden; auf Initiative des damaligen Dorfvereins Stadt, der inzwischen liquidiert ist. Dessen Eigentum, und damit das Fachwerkgebäude am nördlichen Ortsrand der Ortschaft, gingen auf die Stadt Sulingen über.

Das Backhaus galt lange Zeit als Treffpunkt der Bürger; etwa am ersten Sonntag eines jeden Monats beim „Dorftreff“, zum Brotbacken, zum Sommerfest oder anlässlich von Winter-Grillabenden. Nicht selten nutzten Teilnehmer von Kohlmärschen oder Radtouren das Ensemble als Zwischenziel.

Mit der Auflösung des Vereins ließ das Interesse an dem Gebäude als Aufenthaltsort nach. Heiner Gutschmidt, seinerzeit erster Vorsitzender des Dorfvereins, und, gemeinsam mit Christien Tempel, unmittelbarer Nachbar des mit öffentlichen Geldern geförderten Gebäudes, im Herbst vergangenen Jahres bei einem Ortstermin: „In der ersten Zeit haben wir uns noch mit um die Unterhaltung gekümmert, das wurde dann aber auch weniger. Gespräche mit der Stadt, die Pflege und die Instandhaltung zu übernehmen, liefen ins Leere.“

2009 hatte Gutschmidt der Stadt angeboten, das Ensemble zu übernehmen. Einig wurden sich die Stadt und der pensionierte Lehrer nicht. Im Ortsrat waren Heiner Gutschmidt und Christien Tempel dann im Herbst 2013 vorstellig geworden. Auch hier konnte keine Einigung erzielt werden.

Den Grundsatzbeschluss, das Fachwerkgebäude nicht mehr am heutigen Standort zu belassen und durch eine Verlagerung wieder mehr der Öffentlichkeit zuzuführen, hatte der Ortsrat bereits 2014 gefasst. Auf der Suche nach einem neuen Standort wurde man dann mit dem Anwesen Bönsch fündig. Nach Darstellung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung könnten sich die Grundstückseigentümer vorstellen, das Haus auf ihrem Grundstück wieder neu zu errichten und der Allgemeinheit, etwa als Buswartehaus oder als Rastmöglichkeit für Fahrradfahrer, ganzjährig zugänglich zu machen. Selbst die Ab- und Aufbauarbeiten würde die Familie übernehmen. Lediglich für die Kosten für das Fundament und den Anschluss von Versorgungsleitungen müsse die Stadt gerade stehen. Laut Ortsbürgermeisterin Ingrid Jantzon stieß das Angebot der Familie Bönsch auf breite Zustimmung im Ortsrat. „Das ist eine Lösung, von der am Ende alle profitieren.“ Das letzte Wort hat jetzt der Verwaltungsausschuss der Stadt Sulingen.

oti

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