17. Sulinger Resonatorfestival erst am 9. und 10. September

Diesmal etwas mehr Zeit für Vorfreude

Jens Bokelmann (links) und Willi Bründl haben die Bandverpflichtungen für das 17. Sulinger Resonatorfestival bereits im Kasten. - Foto: Behling

Sulingen - Freunde des Blues und der live gespielten Gitarre mit dem besonderen Sound dürfen sich auch in diesem Jahr auf das Sulinger Resonatorfestival freuen – sogar etwas länger als sonst: Das Organisationsduo, „Amtsschimmel“-Wirt Willi Bründl und Jens Bokelmann, hat das Open-Air-Ereignis auf der Kampstraße auf Freitag, 9. und Samstag, 10. September geschoben. „Aus technischen Gründen“, sagt Bründl.

Im Ernst: Reload Festival und Altstadtfest in Sulingen, das Irish Open Air in Staffhorst, nicht zu vergessen der Brokser Markt – es staut sich mächtig im kommenden Monat. „Wir haben uns die Wetterprognosen angeguckt, und es sieht wirklich nicht viel schlimmer aus als im August. Vielleicht ein Grad kühler, aber mehr Regen soll es nicht geben“, blickt Jens Bokelmann dem späten Termin gelassen entgegen.

Willi Bründl überschlägt kurz Tische und Bänke, Ergebnis: „Wir haben an die 200 Sitzplätze unter Dach und Fach“, also unter Zeltdächern und Schirmen. „Bisher, toi, toi, toi, haben wir eigentlich immer gutes Wetter beim Festival gehabt.“ Auch das Line-up steht für das Rekordfestival: „Mit der 17. Ausgabe haben wir es geschafft und sind das...“ – Bründl holt kurz Luft für den Titel – „...am längsten bestehende noch aktive Resonatorfestival in Europa.“

Sagt wer? „Ich habe Herrn Google gefragt. Es war noch von einem Festival in England die Rede, da habe ich im Netz mal reingehört: grausam. Und es kam nicht eine Resonatorgitarre vor.“

Die werden die Bands, Duos und Einzelkünstler am 9. und 10. September garantiert dabei haben, schließlich haben fast alle schon auf der Kampstraße gespielt. An beiden Abenden ist die Begrüßung für 19.15 Uhr, der Auftritt des ersten Acts für 19.30 Uhr geplant. Am Freitag bestreiten Peter Funk, Grey Wolf & Alex Wurlitzer als Duo, die Band Bluesbird sowie Greyhound George und Andy Grünert im Doppelpack das Programm, am Sonnabend das Kaffeehaus Blues Projekt, Bad Temper Joe, Cool Old Men’s Adventure (kurz: COMA) sowie, gemeinsam, Sven-Ole Lüthke & Crazy Jivin’ JJ.

Fast alle wurden, auch in anderen Formationen, schon Teil der Festival-Historie – aber „COMA“? „Eine Sulinger Combo, der der im Juni verstorbene Bass- und Gitarrenspieler Franz Badinski angehörte“, erklärt Jens Bokelmann. „Er war einer der Mitbegründer des Sulinger Resonatorfestivals. Die verbliebenen Bandmitglieder haben sich entschieden, dennoch aufzutreten. Sie teilen sich Franz’ Job auf, reichen den Bass herum.“ Franz Badinski ist es gewesen, „der mir den Blues näher gebracht hat“, sagt Willi Bründl – ein Geschenk, das er zu schätzen weiß.

Das Angebot von Peter Funk, am Samstagnachmittag ab 16 Uhr einen Slideguitar-Workshop auf der Kampstraße zu geben, haben Bründl und Bokelmann gern angenommen. Interessierte dürfen sich gern (mit Gitarre und Slide beziehungsweise Bottleneck) dazugesellen. Im Anschluss zeigt mit der Akustik-Rock- und Bluegrass-Band „Fragmentshader“ Nachwuchs aus der Region, was er drauf hat. - ab

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