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Die nächsten Schritte der Hilfe für ukrainische Geflüchtete im Blick

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Von: Harald Bartels

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Blick auf eine Versammlung in einem Saal.
Rund 100 Menschen versammelten sich im Gemeindezentrum in Sulingen. © Bartels

Gut 100 Menschen nahmen teil am Kennenlerntreffen für ukrainische Geflüchtete und Helfer in Sulingen.

Sulingen – Die Hilfsbereitschaft ist groß im Sulinger Land für die Menschen aus die Ukraine, die vor der Gewalt der russischen Angriffe auf ihre Heimat geflohen sind. Doch welche Hilfe benötigen sie genau? Die Antworten auf diese Frage standen im Mittelpunkt des Kennenlerntreffens am Samstag, zu dem die Stadt Sulingen gemeinsam mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und der Flüchtlingsinitiative in das Gemeindezentrum Edenstraße eingeladen hatte.

Insgesamt 74 ukrainische Geflüchtete haben derzeit im Mittelzentrum eine Unterkunft gefunden. Ein Großteil von ihnen nutzte gemeinsam mit Helfern die Gelegenheit zum Austausch. Für die Kinder unter den Gästen boten währenddessen zwei Erzieherinnen des benachbarten Kindergartens „Regenbogen“ Beschäftigung.

Eine Frau spricht in ein Mikrofon.
Die Teilnehmer begrüßte Pastorin Juliane Worbs (zweite von links) mit Bürgermeister Patrick Bade, übersetzt von Olga Aginski (zweite von rechts) und Viktoriya Hanke-Bolshakova (rechts). © Bartels, Harald

Bürgermeister Patrick Bade hieß die Teilnehmer in Sulingen willkommen und dankte insbesondere Astrid Ellmers von der Stadtverwaltung für die Organisation und Pastorin Juliane Worbs für das Bereitstellen der Räume. Den russischen Angriffskrieg verurteile er auf das Schärfste, machte er deutlich und hielt dem entgegen: „Wir sind eine Stadt, und wir wollen hier alle gemeinsam in Frieden leben.“

Dann wurde es schnell pragmatisch: Eine junge Frau erkundigte sich nach Betreuungsmöglichkeiten für die ukrainischen Kinder – und bot als Erzieherin auch gleich ihre Mithilfe an. Wie Bade ankündigte, sei bereits die Einrichtung einer eigenen Gruppe für die Kinder in einer Sulinger Kindertagesstätte in Vorbereitung; sie werde nach Ostern den Betrieb aufnehmen.

Weitere Hilfsangebote sind willkommen

Ebenfalls ein wichtiges Thema: die Teilnahme an Sprachkursen. Ellmers erläuterte die Voraussetzungen, um an den von der Volkshochschule angebotenen Kursen teilnehmen zu können. Ein Gast erkundigte sich, ob es zusätzlich Menschen mit Ukrainisch- oder Russischkenntnissen gebe, die Lust hätten, beim Erlernen der deutschen Sprache zu helfen.

Neben formellen Fragen wie zu Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnis, Krankenversicherung oder Impfzertifikat kam aus der Runde der Wunsch, Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Vereinssport zu ermöglichen.

Ein Teilnehmer erklärte sich schließlich bereit, die Fragen seiner Landsleute zu sammeln und an die Verwaltung weiterzuleiten. Auch Adressen wurden zwischen Geflüchteten und Übersetzern ausgetauscht, wie Astrid Ellmers berichtete, und einige der gespendeten Fahrräder wurden am Wochenende übergeben. Weitere Angebote sammelt die Stadt unter der E-Mail-Adresse ukrainehilfe@sulingen.de.

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