Nico Gössele vertreibt eigenes Produkt

Die Idee in der Flasche abgefüllt: Likörkreation aus Sulingen

Ein Mann hält zwei Flaschen in der Hand.
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Flaschen seines neuen Likörs „Cokez“ präsentiert der „Erfinder“ Nico Gössele für das Foto.

Sulingen – Eine Spirituose aus Sulingen? Ja, aber nicht die, die jetzt alle vermuten: Es geht um „Cokez“, und dahinter verbirgt sich ein Likör, den Nico Gössele mitentwickelt hat – und nun vertreibt.

„Ich hatte Lust, etwas nebenbei zu machen“, beschreibt er seine Motivation. Es sollte etwas sein, das nichts mit seiner Beschäftigung im Öffentlichen Dienst zu tun hat. So entstand die Idee, ein eigenes Getränk zu entwickeln. Es gebe aber schon so viele und ausgefallene Geschmacksrichtungen, dass es schwierig sei, etwas Neues zu finden – „gefühlt ist schon alles da.“

Schon 2019 habe die Entwicklung begonnen, aber die ursprüngliche Idee habe er rasch verwerfen müssen: Sie habe die Verwendung von Naturprodukten erfordert. Das sei nicht wirtschaftlich gewesen. „Es sollte etwas sein, was es noch nicht gibt, aber eine breite Masse anspricht“, beschreibt der Sulinger seine Vorstellung, und so sei er auf die Mischung aus der Süße von Cola und der leichten Frische von Zitrone gekommen, denn „das gibt es als Spirituose noch nicht, soweit ich weiß.“

Produkt mit Freunden, Bekannten und Familie getestet

An eine Herstellung des Wunschgetränks in der heimischen Wohnung war nicht zu denken, daher machte er sich auf die Suche nach einem Produzenten. „Es gibt nicht so viele Lohnabfüller, die diesen Service anbieten und in so kleinen Mengen umsetzen.“ Fündig wurde er schließlich bei einem Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Der Abfüller habe ihm verschiedene Muster zum Probieren geschickt. So viele seien es gar nicht gewesen: „Ich hatte von Anfang an ziemlich genaue Vorstellungen, wie es schmecken sollte.“ Eigentlich sei vor allem der Alkoholgehalt auf 18 Volumenprozent gesenkt – „am Anfang war der deutlich stärker“, verrät Gössele. Durch die Muster habe er sich nicht alleine getrunken, sondern auch das Urteil von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern eingeholt: Dabei sei die Neuheit gut angekommen, denn: „Es ist mal etwas Anderes.“

Nachdem die Rezeptur festgelegt war mit der genauen Mischung von Alkohol, Aromen, Zucker und Wasser, fiel die Entscheidung über das Design von Flasche, Etikett und Verschluss. So wählte er eine schwarze 0,7-Liter-Keramikflasche, die in der Form an einen bekannten Wacholderschnaps aus Ostwestfalen erinnert, und in den Verschluss ist ein Ausgießer gleich eingearbeitet.

Likör in Sulinger Kneipen und im Einzelhandel

Die erste Lieferung seines Likörs mit 150 Flaschen habe er im vergangenen Oktober erhalten – „pünktlich zum Lockdown.“ Die seien aber trotzdem zum Jahresende verkauft gewesen, sodass er im Februar eine größere Menge nachgeordert habe, und nun sei die nächste Charge bestellt.

Abnehmer habe er dafür nicht nur im Freundes- und Bekanntenkreis gefunden, sondern auch in der heimischen Gastronomie: Sowohl im „Amtsschimmel“ als auch „bei Ute“ habe er Flaschen zum Probieren abgegeben, und die seien vor allem bei den jüngeren Gästen gut angekommen. In Sulingen gebe es „Cokez“ aber nicht nur in den beiden Kneipen, der Likör sei auch im „E-Center“ erhältlich. Mittlerweile gebe es ihn auch in Bruchhausen-Vilsen, Goldenstedt und Wildeshausen, und weitere Anfragen lägen ihm vor, berichtet Gössele. Darüber hinaus vertreibt er sein Produkt über einen eigenen Onlineshop, wo auch erste Cocktailrezepte für den Likör zu finden sind.

Bislang ist der Likör das einzige erhältliche Produkt im Shop, wenn auch in unterschiedlichen Gebinden. Eventuell werde er die Auswahl noch um Produkte wie Bierdeckel oder Feuerzeuge mit dem Logo ergänzen, überlegt Nico Gössele. Später könne es auch noch weitere Getränke geben: „Die Ursprungsidee existiert immer noch, und vielleicht lässt sich das irgendwann noch mal verwirklichen.“

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