Vermarktung für kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss endet am 31. Oktober

„Die Chance ist noch da“

Den Endspurt der Vermarktung nutzen – dazu rufen (von links) Sulingens Wirtschaftsförderer Andreas Nordloh, GVG-Niederlassungsleiter Andreas Niehaus, Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Projektleiter Maximilian Brost auf.
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Den Endspurt der Vermarktung nutzen – dazu rufen (von links) Sulingens Wirtschaftsförderer Andreas Nordloh, GVG-Niederlassungsleiter Andreas Niehaus, Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Projektleiter Maximilian Brost auf.

Sulingen – Derzeit haben die Menschen in Sulingen und der Samtgemeinde Siedenburg noch die Möglichkeit, sich einen kostenlosen Hausanschluss an das Glasfasernetz zu sichern, aber die Zeit dafür wird knapper: Am 31. Oktober endet die Vermarktungsphase im Abschnitt 3, zu dem Teile der Samtgemeinde Kirchdorf, die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde, die Stadt Diepholz sowie die Gemeinden Schwaförden, Scholen und Wetschen gehören.

„Die Chance ist noch da“, sagt Andreas Niehaus, Niederlassungsleiter des Telekommunikationsunternehmens GVG Glasfaser GmbH, das mit seiner Marke „Nordischnet“ den Glasfaserausbau im Landkreis betreibt. Mit einem Vertragsabschluss innerhalb der Frist sei der eigene Hausanschluss kostenlos.

Dabei laufen derzeit zwei Vermarktungen parallel: Einerseits geht es um die „weißen Flecken“, in denen die Internet-Bandbreite weniger als 30 Megabit pro Sekunde beträgt. Hier beginnt, nach Ablauf der Frist, der Ausbau durch den Eigenbetrieb des Landkreises. In den „schwarzen Flecken“, wo theoretisch schon 30 Mbit/s oder mehr erreicht werden, müssten sich wenigstens 40 Prozent der Einwohner für einen Anschluss entscheiden, damit der Ausbau für GVG wirtschaftlich ist.

Diese Marke ist laut Niehaus in Sulingen noch nicht erreicht: „Wir sind noch nicht ganz da, wo wir uns eigentlich befinden müssten: In den ,weißen Flecken‘ sind wir top unterwegs, aber in den ,schwarzen Flecken‘ fehlt uns noch etwa ein Viertel der Quote.“ In der Samtgemeinde Siedenburg sei die Vermarktung dagegen in den „schwarzen Flecken“ auf einem „positiven Weg“. Coronabedingt sei man etwa einen Monat im Zeitverzug bei der Vermarktung: „Vor einem Jahr hatten wir bei den Informationsveranstaltungen 400 Teilnehmer, jetzt sind es um die 50.“ Er sei allerdings positiv gestimmt, denn die Erfahrung zeige, dass sich die Bürger im Endspurt noch bewegten, und in der Regel werde ein Drittel der Verträge in den beiden letzten Wochen vor Ablauf der Frist abgeschlossen.

Den Appell, die Frist nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, unterstützt Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb: „Der Glasfaserausbau ist für Sulingen wichtig und stellt einen Standortvorteil dar, sowohl für das Gewerbe als auch für Privathaushalte.“ Vor allem in den „schwarzen Flecken“ werde vielfach der Vorteil von Glasfaser als zukunftsfähiger Lösung nicht gesehen und die vorhandene Bandbreite für ausreichend gehalten, aber „die letzten Monate waren uns eine gute Lehre, um aufzuzeigen, wie wichtig eine optimale digitale Versorgung ist.“

„Jeder sollte inzwischen einen Flyer oder eine Visitenkarte von Nordischnet zuhause haben“, ergänzt Wirtschaftsförderer Andreas Nordloh, „und die Gelegenheit nutzen, einen Berater zu kontaktieren.“ Der Info-Pavillon sei noch bis Fristende auf dem Neuen Markt zu finden, in der Alten Bürgermeisterei könnten sich Interessierte dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr informieren lassen, und darüber hinaus stehen die Mitarbeiter von Schirmer TK (Lindenstraße 7) bei Fragen weiterhin zur Verfügung. Zusätzlich gibt es im Sulinger Land noch offene Beratungen, die auch Auswärtige gerne besuchen dürfen: In der kommenden Woche gibt es derartige Angebote am Dienstag, 20. Oktober, von 14 bis 18 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Mellinghausen und am Mittwoch, 21. Oktober, von 14 bis 18 Uhr in der Schützenhalle in Maasen.

Nach Fristablauf beginne zunächst die Grobplanung, skizziert Niehaus den weiteren Zeitplan. Dabei werde anhand der Daten eine Entscheidung über den Ausbau in den „schwarzen Flecken“ getroffen, aber es könne auch ein Teilausbau in einzelnen Bereichen sein. Das werde etwa vier Wochen dauern, sodass Anfang Dezember die Ergebnisse kommuniziert würden. Anschließend beginne die technische Feinplanung, die noch einmal sechs Monate in Anspruch nehme. Und dann werde mit neun bis zwölf Monaten Bauzeit für das Glasfasernetz und die Hausanschlüsse gerechnet. „Wir werden das so terminieren, dass die Kunden keine Doppelrechnung haben, sondern ihr neuer Vertrag nahtlos an den alten anschließt“, kündigt Niehaus an.

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