803 Millionen Euro im Jahr 2020

Immobilienmarkt im Landkreis: Umsatz so groß wie nie

Was bringt das Klima für den Hausbau?
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Im Landkreis Diepholz ist im Jahr 2020 mehr Umsatz mit Immobilien gemacht worden als jemals zuvor.

Der Umsatz auf dem Immobilienmarkt hat 2020 im Landkreis Diepholz mit 803 Millionen Euro den höchsten Stand aller Zeiten erreicht.

Das berichtete am Freitag Gerd Ruzyzka-Schwob als Vorsitzender des Gutachter-Ausschusses im Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung. Allein für bebaute Grundstücke waren demnach 479   Millionen Euro umgesetzt worden – ein Plus von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 1 643 Kaufverträge waren ausgewertet worden. Um 14,3 Prozent stieg der Geldumsatz für freistehende Einfamilienhäuser – auf stolze 246,7 Millionen Euro. Im Mittel kostet ein solches Haus im Landkreis 244 .000 Euro, bisher waren es 226 .000 Euro gewesen.

Der Flächenlandkreis Diepholz ist allerdings von deutlichen Preisunterschieden geprägt. Die Formel dafür formuliert Gerd Ruzyzka-Schwob so: „Je dichter am Weserstadion, umso teurer.“ Will heißen: Die höchsten Preise zahlten Hauskäufer in Stuhr und Weyhe mit im Schnitt 350.000 Euro, die günstigsten in den Samtgemeinden Siedenburg, Kirchdorf und Schwaförden mit 170.000 bis 180.000 Euro.

In Samtgemeinde Kirchdorf kletterten Immobilien-Preise um 20 Prozent

Aber: Genau dort gab es die größten Preissteigerungen. In der Samtgemeinde Kirchdorf kletterten die Preise sogar um 20 Prozent, in der Gemeinde Weyhe dagegen nur um drei Prozent – was einerseits an den hohen, für viele kaum noch zu bezahlenden Immobilienpreise am Rande der Großstadt Bremen liegt. Andererseits zieht es immer mehr Menschen in die Südkreis-Kommunen. Darin spiegelt sich laut Gerd Ruzyzka-Schwob der zunehmende Trend zum Homeoffice: „Man muss nicht mehr jeden Tag nach Bremen pendeln.“

Wie stark die Preise im Verhältnis zu den theoretischen Herstellungskosten von Gebäuden, Außenanlagen und Grundstück gestiegen sind, darüber geben im Grundstücksmarktbericht die sogenannten Sachwertfaktoren Auskunft. Sie liegen laut Gerd Ruzyzka-Schwob in den nördlichen Gemeinden des Landkreises Diepholz aktuell über eins: „Dies bedeutet, dass zurzeit im Mittel Preise erzielt werden, die über den theoretischen Herstellungskosten liegen. Im übrigen Landkreis liegen die Faktoren um eins.“

Gefragt waren im Übrigen auch Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Der Umsatz stieg von 60,4 auf 62,7 Millionen Euro, der Kaufpreis eines solchen Objekts im Schnitt um neun Prozent. Der mittlere Preis ist laut Gutachter-Ausschuss von 211.000 Euro auf 230.000 Euro gestiegen. Wobei Reihenhäuser meist in städtischen Lagen mit höherem Preisniveau liegen, so Gerd Ruzyzka-Schwob.

Weitere Informationen

Der Grundstücksmarktbericht ist kostenlos abrufbar unter www.gag.niedersachsen.de

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