Mehr als 33 Jahre Hausmeister: Erwin Horstmann verlässt Gymnasium Sulingen

Der Allrounder nimmt Abschied

Seinen Ruhestand tritt nach mehr als 33 Jahren als Hausmeister Erwin Horstmann (Mitte, mit Direktorin Dagmar Gerding und deren Stellvertreter Friedrich Knispel) an. 
Foto: Kurth-Schumacher
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Seinen Ruhestand tritt nach mehr als 33 Jahren als Hausmeister Erwin Horstmann (Mitte, mit Direktorin Dagmar Gerding und deren Stellvertreter Friedrich Knispel) an. Foto: Kurth-Schumacher
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Sulingen – „Sie haben sich nie in den Vordergrund gespielt, waren aber für die Schulgemeinschaft des Gymnasiums unentbehrlich“, bescheinigt Schulleiterin Dagmar Gerding Hausmeister Erwin Horstmann, der zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand wechselt.

Im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch im Theater, bei der aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht alle dabei sein konnten, die gern gekommen wären, lobte sie sein „offenes, freundliches Wesen, seine Einsatzbereitschaft und sein ausgeprägtes Leistungsvermögen“. Er sei ein „ruhender Pol in der mitunter hektischen Lehranstalt“ gewesen.

Erwin Horstmann stammt aus dem Sulinger Ortsteil Hassel. Nach dem Abschluss der Volksschule absolvierte er bei der Firma Peinemann in Schwaförden eine Ausbildung zum Elektroinstallateur und arbeitete hier einige Jahre als Geselle. Am 15. Dezember 1986 trat er die vom Landkreis ausgeschriebene Hausmeisterstelle am Sulinger Gymnasium an.

Der Allrounder war zuständig für das Energiemanagement der Schule und für den Schlüsseldienst bei Schul- und Vereinsveranstaltungen, engagierte sich in den Bereichen Energiesparen und Netzwerkausbau, kümmerte sich um Reparaturen, begleitete zahlreiche An-, Um- und Erweiterungsbauten und war nicht zuletzt verantwortlich für den guten Eindruck, den die Schule auf Besucher hinterließ. Mit der Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit seiner Berufsvorstellung habe er sich schnell arrangiert, versichert der 63-Jährige – trotz vieler Dienste in den Abendstunden und obwohl die Schüler- und Lehrer-Klientel nicht immer einfach gewesen sei: „Ich bin stets gern zur Schule gegangen, und mit allen gut auszukommen war mein oberstes Ziel.“ Zu einigen hätten sich sogar Freundschaften entwickelt, sagt er etwa mit Blick auf seine gelegentliche Kartenrunde mit Schülern des Abiturjahrgangs 1992.

Das Anforderungsprofil an seinen Job hat sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt, der Aufgabenbereich ist stetig gewachsen. Die Schülerzahl hat sich von damals 550 fast verdoppelt, die Jahre der Dauerbaustelle forderten Improvisationstalent und zusätzliches Engagement, erinnert sich Horstmann und nennt beispielhaft den Bau der Turnhalle Ende der Achtzigerjahre und die Zeit der Entstehung des Theaters (1990 bis 1992). Bedingt durch die Umsetzung der Corona-Hygienemaßnahmen habe er allerdings noch nie so viel umräumen müssen, wie in den letzten Monaten, sagt Horstmann schmunzelnd.

Langweilig werde ihm in seinem neuen Lebensabschnitt nicht, betont der frisch gebackene Ruheständler: „Ich freue mich darauf, mehr Zeit für meine Familie und meinen Garten zu haben!“ Sicher sei er, dass die Schule auch ohne ihn „gut weiterlaufen“ wird: Sven Besenbeck, den er seit dem 1. Mai eingearbeitet hat, habe „alles im Griff“.

Neben Erwin Horstmanns Familie, Vertretern der Schulleitung und des Kollegiums, der Eltern- und Schülerschaft sowie des Landkreises waren auch die ehemaligen Schulleiter Dr. Dr. Wolfgang Griese und Ute Lüßmann als langjährige Weggefährten Gäste der Feierstunde.

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