Rund zwei Millionen Euro für Umbau

E-Center in Sulingen: „Einkauf noch schöner gestalten“

Die Kassenzone eines Supermarkts.
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Über den Kassen ist bereits die neue Beleuchtung installiert.

Sulingen – Die laufenden Arbeiten im Markt und auf dem Parkplatz kündigen es bereits an: Das E-Center in Sulingen steht vor einem weitreichenden Umbau. „Wir wollen den Einkauf noch schöner gestalten“, erklärt Geschäftsführer Marc Steen das Ziel des Projektes.

Der Hintergrund ist jedoch ein frostiger: „Wir sind schon seit 17 Jahren vor Ort, dementsprechend ist unsere Kühlanlage etwas in die Jahre gekommen.“ Hinzu komme, dass das bisher in der Anlage verwendete Kühlmittel nur noch bis 2030 genutzt werden darf. „Im Sinne der Nachhaltigkeit investieren wir daher in eine neue Anlage mit einem neuen Kühlmittel.“ Weil die neue Installation aber mit anderen Drücken arbeite als die bisherige, müssten gleichzeitig auch alle zu kühlenden Bereiche – also Frischeschränke, Kühltruhen und Theken – ausgetauscht werden. Die neue Anlage sei darüber hinaus ressourcenschonender: „Wir sparen damit etwa 100 000 Kilowattstunden jährlich ein, das entspricht einer Einsparung von 53 Tonnen CO2.“ Bereits seit Januar werde im E-Center zudem ausschließlich Ökostrom verbraucht. Die Anlage sei so berechnet, dass sie trockeneren und wärmeren Sommern besser gewachsen ist, denn an heißen Tagen hätten die alten Geräte auf dem Dach zeitweise selbst gekühlt werden müssen.

Für den Umbau soll der Markt für zehn Tage geschlossen werden. Geplant sei das bereits für Oktober gewesen, so Marc Steen, aber „aufgrund der momentanen Liefersituation von allem“ könne noch nicht gesagt werden, wann der große Umbau erfolge. Die Hoffnung sei, dass es noch in diesem Jahr zustande komme und dass dann auch alles lieferbar sei. „Alles, was momentan stattfindet, ist den Vorarbeiten geschuldet.“

Ein Container auf dem Hof beherbergt die Übergangskühlung, weil die alte Anlage bereits abgebaut ist.

Dazu zählt, dass derzeit auf mobilen Hebebühnen unterhalb der Decke daran gearbeitet wird, schon die neuen Kühlmittelleitungen zu verlegen – aber nicht nur: Montiert wird daneben auch die neue LED-Beleuchtung. Dank modernerer Technik würden nun weniger Lampen benötigt als vorher, und diese würden schon so aufgehängt, wie später die Regale stehen sollen. Daher könne es aktuell in manchen Fällen so sein, dass die Beleuchtung nicht mittig über dem Gang hänge, denn die Schließung verbinde man mit einer umfassenden Modernisierung des gesamten Marktes. Dazu gehöre, dass alle Regale in allen Abteilungen – mit Ausnahme des 2017 neu gestalteten Backshops und der Blumenabteilung – erneuert werden. „Wir haben versucht, alle Sortimente an ihrem gewohnten Platz zu belassen“, versichert Marc Steen, „das ist uns zum Großteil gelungen.“

Große Veränderungen wird es im vorderen Bereich des Marktes geben: Sind dort momentan sieben Kassen installiert, sollen es künftig elf sein, darunter drei SB-Kassen, an denen die Kunden ihre Einkäufe selbst scannen und dann bezahlen können. „Wir hoffen, dadurch die Wartezeiten im Kassenbereich zu minimieren. Die SB-Kassen können gerade für junge Kunden mit kleinen Einkäufen eine schnelle Alternative sein.“

Für die neuen Einkaufswagenhäuschen müssen neue Fundamente gesetzt werden.

Noch einen Schritt weiter geht eine neue Generation von Einkaufswagen, die mit dem Umbau eingeführt werden soll, die sogenannten „Easy Shopper“. Sie haben den Scanner für die Warenbarcodes gleich dabei, und die Einkäufe können direkt in Taschen, Körbe oder Transportkisten gepackt werden. Zum Bezahlen wird an einer speziellen Kasse nur die Liste der gescannten Waren ausgelesen. Die Kasse für die „Easy Shopper“ findet ihren Platz ebenso wie die drei SB-Kassen dort, wo bisher die Kundeninformation untergebracht ist. Die wechselt dafür – zusammen mit dem Zeitschriftenkiosk – in den Bereich des früheren Tabakwarengeschäftes.

„Wir erhoffen uns auch, durch den Umbau spannende neue Sortimente bieten zu können“, kündigt der Geschäftsführer an. Dazu gehöre etwa, dass, in Kooperation mit dem Unternehmen „Infarm“, künftig Kräuter zu bekommen sind, die im Markt selbst gezogen wurden. So entfielen die Lieferwege, und der CO2-Fußabdruck werde deutlich kleiner.

Die Erdarbeiten umfassen auch Versorgungsleitungen für die neuen Einkaufswagen.

Kaum ins Gewicht fallen bei den Umbauten Malerarbeiten an den Wänden für ein neues Farbkonzept und neue Fliesen im Frischebereich für ein „frisches Facelifting“. Gearbeitet wird aber bereits auf dem Parkplatz, wo die Vorbereitungen für neue Einkaufswagenhäuschen getroffen werden. Die alten seien 2004 einfach auf das Pflaster geschraubt worden. Die neue Generation benötige ein Fundament, ähnlich wie die vor zwei Jahren bereits ausgetauschten Fahrradunterstände. Die erforderlichen Erdarbeiten verbinde man gleich mit dem Verlegen von Strom- und Datenleitungen. Die seien nötig, um die „Easy Shopper“ mit Energie und aktuellen Preisen zu versorgen. Bei den vorhandenen Einkaufswagen bleibt alles beim alten – abgesehen davon, dass die „Seniorenwagen“ künftig in größerer Zahl verfügbar sind. „Sie werden viel nachgefragt“, weiß Marc Steen.

Für den Gesamtumbau rechnet er mit einer Summe von rund zwei Millionen Euro, wovon ein Teil durch staatliche Fördermittel gedeckt werde. „Wir sind dankbar, dass der stationäre Handel so gestärkt wird“, betont Steen. Die Investition sei aber auch ein Zeichen, „dass wir in der Mitte Sulingens angekommen sind und uns hier sehr wohl fühlen.“ Dank gelte den Kunden, die immer großes Verständnis für die Einschränkungen durch die Bauarbeiten hätten. „Darüber sind wir sehr froh – und wir bedauern, dass es länger dauert als ursprünglich geplant war.“

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