Salih Cali macht das ehemalige Colosseum zum „Loop“

„Das wird mein eigenes Ding“

Salih Cali (r.) ist 32 Jahre alt und neuer Pächter der Räume, die bis Ende Februar den Musik-Pub „Colosseum“ beherbergt hatten. Dort eröffnet er das „Loop“. Den Shisha-Bereich betreut Kebir Arifi (l.). - Foto: Schlotmann

Sulingen - Salih Cali ist 32 Jahre alt, Kurde – und stadtbekannt; im positiven Sinne. Sein Bekanntheitsgrad, gepaart mit den Erfahrungen, die er bisher in der Gastronomie gesammelt hat, soll ihm beim Sprung in die Selbstständigkeit helfen.

Salih Cali ist neuer Pächter der Räume, die bis Ende Februar den Musik-Pub „Colosseum“ beherbergt hatten. Noch im Juni will er die Bar beziehungsweise Lounge „Loop“ eröffnen. Wann genau, das behält der 32-Jährige für sich. „Halbe Sachen sind nicht mein Ding. Ich will mich nicht selbst unter Druck setzen, aber im Juni soll es auf jeden Fall noch sein.“

Seit zwei Monaten, etwa, gehen Salih Cali und Mitstreiter nahezu täglich in dem Gebäude an der Ecke Bismarckstraße / Am Wolfsbaum ein und aus. Sie versuchen, den Räumlichkeiten ein neues Gesicht zu geben. Der Pächter spricht von 149 Quadratmetern Fläche, die den zukünftigen Gästen zur Verfügung stehen werden.

Gegenüber der langgezogenen Theke, einst Markenzeichen des „Colosseums“, stehen Flachbildschirme auf der Erde, die später, installiert, unter anderem Musikvideos zeigen werden. „Ja“, sagt er, „Sky haben wir dann auch, damit wir auch Fußball zeigen können.“ Grundsätzlich solle das „Loop“ aber ein Ort zum Chillen werden, „wo man den einen oder anderen Cocktail zu sich nehmen kann, natürlich auch die ein oder andere Flasche Bier.“ Die Zielgruppe? „Vor allem junge Leute“, sagt der 32-Jährige, „aber auch Junggebliebene seien willkommen.“ Geöffnet haben wird das „Loop“ zunächst freitags und sonnabends von 16 Uhr „open end“, sonntags bis donnerstags täglich von 16 bis 23 Uhr. „Wir werden auch in der Woche um 23 Uhr niemanden rausschmeißen, der noch etwas trinken möchte.“

Einer der Wegbegleiter Calis ist Kebir Arifi, der den Bereich betreut, den der zukünftige Gastronom für die Freunde der Wasserpfeifen reserviert hat. „Shisha ist im Trend“, lacht Salih Cali. „Eigentlich hatte ich das gar nicht auf dem Plan, aber es haben mich so viele Leute darauf angesprochen, da konnte ich nicht Nein sagen.“

Kebir Arifi räumt auf mit Vorurteilen. „Nein mit Haschisch oder ähnlichem hat das nun wirklich nichts zu tun.“ In der Shisha werde meist Tabak mit Fruchtaroma oder ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Der Rauch wird zunächst durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen. Dadurch wird der Rauch gekühlt und Schwebstoffe sowie wasserlösliche Bestandteile werden teilweise herausgefiltert.

Der Shisha-Bereich ist der erste, in dem die Arbeiten abgeschlossen sind; im Bereich der Sanitäranlagen wird noch fleißig gewerkelt, in dem der eigentlichen Lounge auch. Die Küche lässt der Pächter zunächst weitgehend unangetastet. „Am Anfang wollen wir nur kleine Snacks anbieten. Da brauchen wir noch keine voll funktionsfähige Küche.“

Salih Cali lebt seit 29 Jahren in Deutschland, zog vor gut zwei Jahrzehnten in die Region Sulingen. Nach dem Besuch der Hauptschule versuchte er sich zunächst an einer Ausbildung zum Zentralheizungs- und Lüftungsbauer. Er ließ sich später bei Systemgastronomie Christian Eckstein (McDonald´s) zur Fachkraft Gastgewerbe und dann zum Fachmann für Systemgastronomie ausbilden. Zuletzt war der 32-Jährige in „Ranck´s Bistro“ tätig; als Servicekraft.

Da war auch der Kontakt zu Ernesto Murua Zambrano entstanden, der das „Colosseum“ von 2008 bis Ende Februar dieses Jahres geführt hatte. „Ich hatte schon länger den Gedanken mit mir herumgetragen, mich selbstständig zu machen“, sagt Salih Cali. „Ernesto hat mir dann den letzten Stoß gegeben.“ Dennoch: Mit dem „Loop“ mache er sein eigenes Ding. „Aktuell fahren die jungen Leute nach Bassum oder Nienburg. Ich möchte, dass sie in Sulingen eine Anlaufstelle haben.“ - oti

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