Hallenbadsaison beginnt am 4. Oktober 

Das Sulinger Bad bekommt ein neues Dach

Mehrere Dachdecker arbeiten auf dem Hallenbad Sulingen.
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Unter den Augen von Dachdeckermeister Olaf Twietmeyer schneidet Dachdeckergeselle Paul Tichy eine Dämmplatte auf dem Dach des Hallenbades zu.

Sulingen – Reges Treiben herrscht derzeit am Hallenbad in Sulingen. Allerdings ist das noch kein Andrang der Badegäste, sondern rund um das Gebäude kümmern sich derzeit zahlreiche Handwerker um die Sanierung des Daches.

Während die Fläche über dem Schwimmbereich des Gebäudes bereits saniert worden sei, habe sich die übrige Dachfläche noch im Zustand befunden wie nach dem Bau im Jahr 1976, erläutert Olaf Twietmeyer vom ausführenden Unternehmen Gerbes Dächer aus Varrel: „Das ist ein altes Dach, nach dem damaligen Standard gebaut, aber nach der Zeit ist das jetzt einfach auf.“ Zwar werde oft auf Flachdächer geschimpft, aber gut ausgeführt seien sie sehr langlebig.

Beim Sulinger Hallenbades sei es jedoch so, dass die Dachfläche – trotz mehrfacher Reparaturen – an verschiedenen Stellen undicht sei. Anfang Juli wurde zunächst der alte Kies auf dem Dach von einem Fachunternehmen abgesaugt. Laut Dachdeckermeister Twietmeyer seien auf rund 1 100 Quadratmetern Dachfläche gut 55 Kubikmeter Kies mit einem Gewicht von knapp 100 Tonnen verteilt gewesen.

Von einem Fachunternehmen wurde der Kies auf dem Dach entfernt.

Anschließend habe man das Dach an mehreren Stellen geöffnet, um den Feuchtegehalt messen zu können. Der sei unbedenklich gewesen, weswegen die Dachkonstruktion erhalten bleibe. Die alte Dachhaut sei anschließend schachbrettartig eingeschnitten worden, damit feuchtwarme Luft entweichen konnte und sich nicht im Dach staut. Darauf werde nun eine Lage aus Polystyrol-Hartschaum-Platten als Dämmung verlegt. Anders als zuvor gebe es nun aber ein Gefälle: Am Dachrand sei die Schicht etwa 20 Zentimeter dick und steige auf 40 Zentimeter Dicke an. „Im Mittel haben wir 24 Zentimeter.“ Den Abschluss bilden zwei Lagen aus hochwertigem APP-Bitumen. „Das ist wetter- und UV-beständig, und der Hersteller gibt zehn Jahre Garantie auf Dichtigkeit“, erläutert Olaf Twietmeyer.

In das Dach eingearbeitet werden 52 neue Lichtkuppeln, für die aufgrund der hinzukommenden Dämmung eigens Laibungen aus Holz installiert werden. Die Entwässerung des Daches erfolgt künftig dank des neuen Gefälles über Dachrinnen.

Auf der alten Dachhaut werden Dämmplatten verlegt und mit Bitumen abgedichtet.

„Wir sind gut im Zeitplan“, betont Olaf Twietmeyer, und, abhängig vom Wetter, wolle man die Arbeiten Ende September abschließen. Verzögerungen durch Lieferengpässe von Baustoffen habe es nicht gegeben, denn aufgrund der langjährigen engen Zusammenarbeit mit der Stadt Sulingen und den Lieferanten sei das Material frühzeitig bestellt worden.

Wie lange wird das neue Dach voraussichtlich halten? „Wir reden von 20 bis 30 Jahren Lebensdauer“, antwortet der Experte, „aber ein Dach kann auch jenseits der 40 noch dicht sein.“ Für die Dachsanierung seien rund 260 000 Euro veranschlagt, sagt Claudia Miklis aus dem Team Bautechnik der Sulinger Stadtverwaltung, aber ein Teil der Kosten werde aus der Sportstättenförderung getragen.

Blick per Drohne auf das Dach des Sulinger Hallenbades während der Sanierung.

Das Dach ist jedoch nur ein Teil der geplanten Maßnahmen am Hallenbad (wir berichteten): Nach Abschluss der Dachsanierung werde der Sozialraum für die Hallenbadmitarbeiter angebaut.

Für die weiteren Vorhaben gibt es noch keinen Zeitplan: Der Einbau eines Blockheizkraftwerkes mit 30 Kilowatt elektrischer und 50 Kilowatt thermischer Leistung, mit dem die Stromversorgung des Bades und der Betrieb von Gebäudeheizung und Warmwasser abgedeckt werden sollte, sei ausgeschrieben worden, aber „wir haben kein Angebot auf die Ausschreibung erhalten“, so Claudia Miklis. Daher werde die Maßnahme Anfang des kommenden Jahres erneut ausgeschrieben.

Schritt für Schritt arbeiten sich die Dachdecker auf dem Hallenbad voran.

Verzögern werde sich auch das Angleichen der Bodenfliesen in der Schwimmhalle, denn dafür gebe es noch keine Ausschreibung.

Bis unter dem neuen Dach gebadet werden kann, wird es noch einige Wochen dauern. Laut Stephanie Backhaus, Leiterin des Fachbereichs II – Finanzen der Stadtverwaltung, sei bis Sonntag, 19. September, das Freizeitbad weiter in Betrieb. In der Zeit vom 13. bis 19. September reduziere sich die tägliche Öffnungszeit auf den Zeitraum von 7 bis 19 Uhr. Die Hallenbadsaison beginne am Montag, 4. Oktober; Informationen zum Corona-Hygienekonzept, zum Kursangebot und mehr sollen folgen.

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