Keine öffentlichen Veranstaltungen zum Volkstrauertag in Sulingen und den Ortschaften

Das Gedenken aufrecht erhalten

Am Mahnmal „Die mahnenden Hände“ wird Volker Wall gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Rauschkolb einen Kranz niederlegen.
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Am Mahnmal „Die mahnenden Hände“ wird Volker Wall gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Rauschkolb einen Kranz niederlegen.

Sulingen – Die öffentlichen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag haben eine lange Tradition – doch mit dieser Tradition wird nun gebrochen, und das ist nur zum Teil der Corona-Pandemie geschuldet.

Seit Jahren galt für den Gedenktag ein fester Ablauf in Sulingen: Zunächst wurde an den Kriegsgräbern auf dem kirchlichen Friedhof an der Lindenstraße der Toten gedacht, und nach dem Gottesdienst in der Sankt-Nicolai-Kirche folgte die Totenehrung im Mühlenhofpark. Das wird in diesem Jahr anders sein, sagt Volker Wall, als Vorsitzender des Ortsverbandes Sulingen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge verantwortlich für die Organisation der Veranstaltung: An den Kriegsgräbern werde es diesmal keine Gedenkfeier geben, und in Absprache mit Pastorin Juliane Worbs und Pfarrer Dr. Ansgar Stolte werde er gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Rauschkolb vor den „mahnenden Händen“ von Robert Enders einen Kranz niederlegen – ohne Posaunenchor, Ansprachen und Zuschauer. „Wir wollen den Tag würdigen, aber wir haben dafür kein Hygienekonzept. Deswegen ist es das richtige Zeichen, von der bisherigen Gestaltung Abstand zu nehmen, und die Ortschaften handhaben das genauso.“

Unabhängig von Corona habe er sich aber bereits verständigt mit den Vereinen, die sich um die Pflege der Kriegsgräber kümmern – der Ortsverband Sulingen im Sozialverband Deutschland, der Schützengesellschaft, der Schützenverein von 1848 Sulingen, die Soldatenkameradschaft und der Heimatverein. Dort solle keine Gedenkstunde mehr abgehalten werden, weil es immer weniger Teilnehmer gegeben habe. Bei der Veranstaltung im Mühlenhofpark solle es aber bleiben, denn „der Standort hier ist sehr schön, und die Gedenktafeln sind sehr angemessen.“ Er hoffe, dass zukünftig auch Pfarrer Stolte mit eingebunden werden könne.

Die Kriegsgräber würden aber weiterhin gepflegt, „das klappt perfekt, die Vereine sind sehr verantwortungsbewusst.“ Allerdings sollten die Gräber auch weiterhin in das Gedenken eingebunden werden: „Sie haben eine Wahrhaftigkeit, und man erkennt, dass tatsächlich Menschen im Krieg sterben, anders als im Videospiel.“

Grundsätzlich gelte es, sich darüber Gedanken zu machen, wie das Gedenken aufrechterhalten werden könne – „da suchen wir nach wegen, die nachfolgende Generation einzubinden. Eventuell gelingt das über die Schulen, da sind wir offen für Ideen.“ Wichtig sei auch, junge Menschen zur Pflege der großen Kriegsgräber im Ausland anzuleiten. „Gerne vermittele ich auch die entsprechenden Kontakte.“  hab

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