Sanierungen an der Kindertagesstätte „Lindenblüte“ in Lindern sind fast abgeschlossen

Das Baumhaus ist die neue Attraktion

Am Baumhaus, der neuen Attraktion des Außengeländes: Leiterin Jessica Schuster mit einigen der Kinder aus der Kita „Lindenblüte“.
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Am Baumhaus, der neuen Attraktion des Außengeländes: Leiterin Jessica Schuster mit einigen der Kinder aus der Kita „Lindenblüte“.
  • Harald Bartels
    vonHarald Bartels
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Lindern – Eine neue Attraktion gibt es auf dem Außengelände der Kindertagesstätte „Lindenblüte“ der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in Lindern: Ein Baumhaus entstand nicht auf, sondern rund um einen Baum – und von den Kindern der Einrichtung werde es gut angenommen, bestätigt Jessica Schuster, Leiterin der Kindertagesstätte.

Das Baumhaus ersetzt ein abgängiges Spielgerät, aber es ist nicht die einzige Veränderung: Auf dem Spielplatz der Krippengruppen wurde eine kleine Schaukel installiert, die Brücke eines Klettergerüstes wurde kürzlich verstärkt und auch der Klettertunnel überarbeitet. „Wir legen Wert darauf, unsere Spielgeräte ständig zu pflegen.“

Größtes Projekt in diesem Jahr war aber die Teilsanierung des Gebäudes, die im März begann. Wichtigster Punkt dabei waren die Arbeiten an der Fassade im Bereich des Gruppenraums der integrativen Kindergartengruppe „Grashüpfer“: Der Raum erhielt eine große Fensterfront, durch die nun wesentlich mehr Licht fällt. Außerdem bekam der Gruppenraum so auch – ähnlich wie zuvor schon die Räume der beiden Krippengruppen – einen direkten Zugang zum Garten mit der Klettertanne sowie den Obst- und Gemüsebeeten.

Der Weg führt über eine ebenfalls neu angelegte Terrasse, die bis Anfang August noch eine Überdachung erhalten soll. Parallel dazu wurden im Raum der „Grashüpfer“ die Heizung und der Fußboden modernisiert und auf einem Teil der Flure die Decken mit Schallschutz und einer neuen Beleuchtung ausgestattet.

Eigentlich seien die Arbeiten – mit einem Kostenvolumen von rund 40 000 Euro – bereits für das Vorjahr geplant gewesen, erklärt Jessica Schuster, aber der Beginn habe sich verzögert, weil neben den Betriebshandwerkern der Lebenshilfe auch externe Handwerksbetriebe beauftragt werden mussten. Für die Sanierung hätten die „Grashüpfer“ zeitweise in die Turnhalle der Einrichtung umziehen sollen, aber weil dann der Lockdown kam, sei von dieser Option kein Gebrauch gemacht worden.

Die Gestaltung des Außengeländes orientiere sich am neuen pädagogischen Konzept der „Lindenblüte“. Das sei in den beiden vergangenen Jahren von den pädagogischen Mitarbeitern der Einrichtung, unter Einbeziehung der Hauswirtschafterin, außerhalb der Arbeitszeit formuliert worden und warte nun darauf, gedruckt zu werden. Danach ist die Natur der Schwerpunkt der Arbeit: Zwei Mal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, gebe es eine Gartenwoche, in der mit den Kindern die Beete gepflegt werden, deren Ernte auch für die Mahlzeiten in der Einrichtung genutzt werde – „selbst die Krippenkinder sind da ganz engagiert dabei“, verrät Schuster. Außerdem gehe es bei Wind und Wetter nach draußen, und seit Jahren pflege die „Lindenblüte“ eine Kooperation mit dem Waldpädagogikzentrum Hahnhorst, wo ein Fußpfad angelegt worden sei, und der werde mit den Kindern in Schuss gehalten.

Ganz abgeschlossen sind die baulichen Veränderungen noch nicht: Auf dem Plan stehe noch das Errichten eines Lehmbackofens mit den Kindern; im Carport, der im vergangenen Jahr gebaut wurde. „Das Material ist schon da, aber wir konnten das wegen Corona noch nicht umsetzen; wir hoffen, dass es im kommenden Frühjahr klappt.“

Das Angebot der Kita „Lindenblüte“

Die Kindertagesstätte „Lindenblüte“ der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in Lindern war bis 2012 ein Sprachheilkindergarten mit drei Gruppen für bis zu 24 Kindern. Nach einer konzeptionellen Umstrukturierung und mehreren Umbauten ist sie inzwischen eine integrative Kindertagesstätte. Sie umfasst eine integrative Kindergartengruppe für 18 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, die hier ganztägig betreut werden, sowie zwei Krippengruppen für Kinder im Alter ab einem Jahr. Eine Krippengruppe bietet die Betreuung am Vormittag, die andere ganztägig. Insgesamt können in den drei Gruppen der „Lindenblüte“ bis zu 48 Kinder betreut werden. Zu den Besonderheiten der Einrichtung zählt, dass täglich frisch gekocht wird – unter Verwendung des selbst angebauten Obstes und Gemüses.

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