Abschluss als gemeinsames Ziel

13. Jahrgang des Gymnasiums Sulingen sieht sich gut vorbereitet auf Abitur

Vor einer Hecke stehen die Jahrgangssprecher Eliah Robowski, Daria Meyer und Mattes Köppen (von links).
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Gut vorbereitet trotz Corona: So lautet nach Auskunft der Jahrgangssprecher Eliah Robowski, Daria Meyer und Mattes Köppen (von links) die Einschätzung des Abiturjahrgangs am Gymnasium Sulingen.

Sulingen – Kann unter Corona-Bedingungen eine vollwertige Schulbildung erreicht werden? Diese Frage wurde in den vergangenen Monaten vielfach gestellt, und mancherorts war gar von einem „Corona-Notabitur“ die Rede. Die aktuellen Abiturienten des Gymnasiums Sulingen teilen diese Befürchtung jedoch nicht, ganz im Gegenteil – laut der Jahrgangssprecher Eliah Robowski, Daria Meyer und Mattes Köppen fühlt sich die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet.

Rund 100 Jugendliche bereiten sich gerade auf die Abschlussprüfungen vor: Noch vor den Ferien wurden die Vorklausuren geschrieben, zwischen Ende April und Anfang Mai stehen die schriftlichen Prüfungen an, denen kurz darauf die mündlichen Prüfungen und die eventuellen Nachprüfungen folgen werden.

Zwar gebe es auch Einzelne, die nicht zufrieden seien mit der Vorbereitung, aber „das hat auch viel mit Kommunikation zu tun – wir konnten die Lehrer immer erreichen“, berichtet Daria Meyer. „Wir hatten vermutlich von allen Jahrgängen am wenigsten Probleme, weil wir schon in einem Alter sind, wo wir uns selbst organisieren können.“

Online-Lernplattform für alle eingerichtet

Bereits bevor nach den Osterferien der Präsenzunterricht wieder begonnen habe, seien sie als Jahrgangssprecher von der Schulleitung eingeladen worden, um das Unterrichts- und Hygienekonzept vorgestellt zu bekommen und gleichzeitig die Meinung der Schülerschaft zu vertreten, so Mattes Köppen, „das hat uns gut gefallen.“ Schon zuvor sei für alle die Lernplattform „Moodle“ eingeführt worden, ergänzt Daria Meyer. Alle Klassen und Kurse hätten damit die Möglichkeit, Unterrichtsmaterialien hochzuladen sowie Aufgaben und die entsprechenden Bearbeitungen einzustellen. „Die Informatiker hatten das schon, aber 95 Prozent der Schüler kannten das vorher nicht.“ Die Lehrkräfte seien dabei, aber auch bei WhatsApp und E-Mail unterschiedlich fit gewesen, aber Henning Moje habe für seine Kollegen extra eine Anleitung geschrieben, damit alle das nutzen könnten. „Das musste sich dann erst einspielen, aber es hat sich gut eingependelt.“

„Die Lehrer haben viel dafür getan, dass alle gut vorbereitet sind“, lobt Eliah Robowski. So hätten sie Extra-Stunden am Nachmittag gegeben oder per Videotelefonat Fragen beantwortet – „sie haben zwar auch auf E-Mails schnell geantwortet, aber es ist schwierig, so komplexe Themen erklärt zu bekommen.“

Außer Kurstreffen nichts vermisst

„Die Situation war für Schüler und Lehrer gleichermaßen neu, deswegen haben die Lehrer uns häufig um Rückmeldung gebeten“, sagt Mattes Köppen. „Das Verhältnis wandelt sich in der Oberstufe sowieso. Durch diese Rücksprache, besonders beim Homeschooling, hatten wir mehr Einfluss, aber das Abitur ist ja ein gemeinsames Ziel von Schülern und Lehrern.“ Auch Stephan Timpke, Koordinator der Qualifikationsphase, habe das Sprecherteam eng eingebunden und um Kritik oder Wünsche aus dem Jahrgang gebeten, fügt Eliah Robowski hinzu. Bemängelt worden sei nur, dass es Sportunterricht gegeben habe, obwohl privater Sport nicht erlaubt gewesen ist.

Bedenken, dass es Lücken im Abiturstoff gebe, haben die drei Sprecher nicht. Das Curriculum, also der Lehrplan, sei landesweit geändert worden, und einige für die Prüfung vorgesehene Themen seien gestrichen worden, um so die durch die Schließungen verlorene Zeit aufzuholen, erläutert Mattes Köppen. „Jetzt sind die meisten Themen durch und es wird nur noch wiederholt, das geht auch zuhause“, so Daria Meyer, und Eliah Robowski fügt hinzu: „Es liegt am Einzelnen, ob er gut alleine lernen kann oder es schleifen lässt.“

Dass es in diesem Jahr keine Kurstreffen gegeben habe, sei schade, und es sei auch noch fraglich, ob der Abiball im kommenden Jahr stattfinden könne, „aber sonst haben wir eigentlich nichts vermisst“, fasst Eliah Robowski zusammen.

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