Zwei Schulen und ein Seniorenheim

Nach Corona-Großtest in Sulingen: Keine Neuinfektionen festgestellt

DRK und Gesundheitsamt arbeiten am Freitag stundenlang an den Corona-Tests der Jahrgänge 7, 8 und 10 der Sulinger Carl-Prüter-Schule.
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DRK und Gesundheitsamt arbeiten am Freitag stundenlang an den Corona-Tests der Jahrgänge 7, 8 und 10 der Sulinger Carl-Prüter-Schule.

Bei umfangreichen Covid-19-Schulscreenings sind an zwei Schulen in Sulingen keine weiteren Corona-Infektionen festgestellt worden. Nach einer Häufung von Covid-19-Erkrankungen sind dort am Freitag 250 Schüler getestet worden.

Update vom 21. September: Die Covid-19-Abstriche, die am Freitag im Rahmen des Screenings an der Carl-Prüter-Schule und der Grundschule in Sulingen genommen wurden, sind allesamt negativ ausgefallen. Auch die Tests im Sulinger Seniorenheim Haus am Suletal haben keine positiven Corona-Befunde ergeben, teilte der Landkreis am Montagnachmittag mit.

Ursprungsmeldung vom 18. September: Auf diese Form der Befreiung vom Unterricht hätten die Schülerinnen und Schüler der Sulinger Carl-Prüter-Schule vermutlich gerne verzichtet: Statt zu den gewohnten Schulstunden fanden sie sich am Freitag auf dem Schulhof ein zu einem Coronavirus-Großtest.

Während die Jahrgänge 5, 6 und 9 ihren regulären Unterricht erhielten, hatten sich die Jahrgänge 7 und 8 am Vormittag bei den Fahrradständern einzufinden, wo sie im Halbstundentakt klassenweise Abstriche abgeben mussten. Am Mittag folgte dann eine 10. Klasse sowie die Schüler aus Jahrgang 10, die am Vortag nicht getestet werden konnten. Sie gehören zu den rund 250 Personen aus dem Umfeld der Schule, die vorsorglich auf das Coronavirus getestet werden.

Beim Nehmen der Proben und beim Auswerten der Ergebnisse greift der Landkreis auf externe Unterstützung zurück: Das Gesundheitsamt verfüge selbst nicht über ausreichend Personal für ein solches Screening, sagt Mareike Rein, Pressesprecherin des Landkreises. „Darum arbeitet der Landkreis hier mit dem Deutschen Roten Kreuz und einem weiteren Labor zusammen, die sich bereits in der Vergangenheit als kompetente und zuverlässige Partner bewährt haben.“ Die Ergebnisse aller Abstriche sollten spätestens bis Montag vorliegen.

Unabhängig davon befinden sich einzelne Klassen dieser Jahrgänge ebenso wie die dazugehörigen Lehrkräfte seit Dienstag in häuslicher Quarantäne. Am Vormittag seien die Eltern von der Schule angerufen worden, um ihre Kinder abzuholen, berichtet Frauke Wiegmann, stellvertretende Vorsitzende des Schulelternrats, und die Klassenlehrer hätten vorher ihre Schüler informiert und ihnen Verhaltensregeln für diese Zeit mitgegeben. Am Dienstagnachmittag habe sich das Gesundheitsamt telefonisch bei den Familien gemeldet und am Mittwoch ein Schreiben folgen lassen.

Laut dieser Mitteilung ist für die Kinder eine Quarantäne für 14 Tage angeordnet. In dieser Zeit dürfen sie die Wohnung außer zur Abgabe eines Corona-Tests nicht ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamts verlassen, und auch Besuche von Personen, die nicht zum Haushalt gehören, sind untersagt. Bis zum Ende der Quarantäne sollen sie zudem zweimal täglich ihre Körpertemperatur messen und ein Tagebuch führen, in dem sie Symptome, Körpertemperatur, allgemeine Aktivitäten und Kontakte zu anderen Personen aufführen; die Behörde behält sich vor, diese Tagebücher zur Einsicht anzufordern. Bei Verstößen gegen diese Auflagen drohen die zwangsweise Unterbringung in einem Krankenhaus für die Quarantäne sowie Geldbußen bis zu einer Höhe von 25 000 Euro.

Zusätzlich empfiehlt das Schreiben den Eltern eine sogenannte „häusliche Absonderung“ des Kindes. Danach sollen sich die Kinder nach Möglichkeit nicht gemeinsam in einem Raum mit den übrigen Haushaltsmitgliedern aufhalten und auch die Mahlzeiten nicht gemeinsam mit ihnen einnehmen. Wie sich das im Alltag umsetzen lässt, ist die Frage: „Wir bringen es nicht übers Herz, unserem Kind das Essen in sein Zimmer zu stellen“, berichtet eine Mutter.

Den Eltern sei vom Gesundheitsamt erklärt worden, dass die infizierten Personen erst in Quarantäne genommen werden konnten, als sich durch die Tests der Verdacht der Infektion bestätigt habe, so Frauke Wiegmann, und in der Folge sei die Quarantäne auf Personen ausgedehnt worden, die möglicherweise Kontakt zu den Infizierten hatten. Die Testergebnisse kämen aber sehr schnell: Die Kinder hätten einen QR-Code erhalten, mit der sie über die Corona-App des Bundes die Ergebnisse noch am Abend hätten abrufen können. „Das finde ich sehr schnell und perfekt, dass man nicht erst warten muss, bis man angerufen wird oder das Ergebnis beim Hausarzt vorliegt.“

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