Lichtkonzepte Sulingen City

Christens Spiel mit Licht und Schatten

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Oliver Christen und Mitarbeiterin Katrin Fölsch beim Ortstermin am Donnerstagmorgen in der Sulinger Innenstadt. Laut Oliver Christen seien die Arbeiten an der Vorentwurfsplanung für Grund- und Akzentbeleuchtung nahezu abgeschlossen. 

Einen "Tapetenwechsel" wollen  Bürgerbeteiligungsprozess,  Verwaltung und Rat der Langen Straße verpassen - inklusive eines neuen Beleuchtungskonzeptes.

Sulingen - Oliver Christen von „Oliver Christen – Lichtplanung“, dem Ingenieurbüro für Kommunal- und Architekturbeleuchtung mit Sitz in Diepholz, spricht nach (abermaligem) Gang entlang der Langen Straße von „Entwicklungsbereichen“, die er in der Sulinger Innenstadt ausgemacht habe. Hatte der Rat der Stadt Sulingen erst in der vergangenen Woche den Auftrag für ein Gesamtkonzept für die Gestaltung von Frei- und Funktionsräumen zwischen Kirchenkreuzung und Kreisel am Kaufhaus Ranck an das Büro „0.9 Landschaftsarchitekten Wolfgang Hanke“ in Minden vergeben, sollen die Gedankengänge Christens und seiner Mitarbeiter in die Überlegungen des Landschaftsarchitekten mit einfließen.

Ob und wann die Planungen der Büros umgesetzt werden, sei laut Wirtschaftsförderer Martin Koenen offen. Die Konzeptionen seien auf Wunsch der Mitglieder des Arbeitskreises „Tapetenwechsel“ des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind Sulingen 2.029“ in Auftrag gegeben worden. Die „letzten Worte“ und damit die Entscheidungen über die Umsetzung des Gesamtplans oder auch von Einzelmaßnahmen sprächen die politischen Gremien.

Grund- und Akzentbeleuchtung

Oliver Christen und Mitarbeiterin Katrin Fölsch, Lichtplanerin und Architektin, stellten Donnerstagmorgen Bürgermeister Dirk Rauschkolb, Koenen und Mitarbeitern des Fachbereiches Bauen, Ordnung und Verkehr der Stadtverwaltung erste Überlegungen vor; im Bereich der Grund-, aber auch im Bereich der Akzentbeleuchtung. Koenen: „Im nächsten Schritt geht es jetzt an die Kostenermittlung, die dann wiederum Grundlage für weitere Beratungen in der Politik ist.“

Unterstützung von „Initiative“ und „innogy“

Nicht ausgeschlossen sei es laut Koenen, dass die Zahl der Straßenlampen für die Grundbeleuchtung mittelfristig von insgesamt 76 auf 53 reduziert wird. „Ohne Leistungsverluste, was die Ausleuchtungsqualität angeht“, erklärt der Wirtschaftsförderer. Aktuelle Technik, eine intelligente Vernetzung sowie eine Optimierung der Standorte der einzelnen Straßenlampen machten das möglich. Finanziert werden könnte der Relaunch der Straßenbeleuchtung unter anderem aus Mitteln des möglichen Sanierungsverfahrens „Sulingen-Zentrum“. Der Rat sprach sich zwischenzeitlich für die vorbereitenden Untersuchungen aus (wir berichteten). Koenen: „Ob man die Konzeption in Abschnitten oder in einer Gesamtmaßnahme berücksichtigt, hängt auch von der Haushaltssituation ab.“ Getragen werden die Kosten für die Konzepterstellung fast ausschließlich durch den Energieversorger „innogy“ und die Initiative Sulingen.

Attraktivitätssteigerung der Innenstadt

Laut Oliver Christen seien die Arbeiten an der Vorentwurfsplanung für Grund- und Akzentbeleuchtung bereits abgeschlossen. „Jetzt gucken wir uns an, ob das reell auch baubar ist.“ Zum Teil seien die Planungen noch zu verifizieren.

Nicht nur die Optimierung der Grundbeleuchtung, sondern insbesondere die Akzentbeleuchtung könne nicht unwesentlich zu einer Attraktivitätssteigerung der Sulinger Innenstadt beitragen. „Am Ende geht es darum, dass man die schönen Dinge zeigt – und die vielleicht nicht ganz so schönen Dinge im Dunkel lässt.“ Licht und Schatten seien die wesentlichen Faktoren für ein gutes Konzept.

„Was Spannendes, was Überraschendes“

Er, Christen, und Team hätten bereits einen ganzen Korb voller Ideen entwickelt. Mit einbezogen in die Überlegungen seien laut Katrin Fölsch die historischen Fassaden der Gebäude in der Altstadt, der Neue Markt, aber auch der Froschbrunnen. „Nicht zu vergessen die Einfahrtsbereiche, um die Menschen hineinzuführen in die Innenstadt“, so Christen. Das Konzept der Akzentbeleuchtung sei ein langfristiges, aus dem man sich nach und nach Einzelmaßnahmen herausnehmen könne, wenn die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Christen: „Was Spannendes, was Überraschendes – jetzt müssen wir gucken, inwieweit das in den Gremien auf Begeisterung stößt.“

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