Carl-Prüter-Oberschule Sulingen füllt Patenschaft für Denkmal mit Leben

Wege gegen das Vergessen

Die Vorstellung der „Wege gegen das Vergessen“.
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Die Vorstellung der „Wege gegen das Vergessen“.

Sulingen - Schülerinnen und Schüler der Carl-Prüter-Oberschule Sulingen füllen die Patenschaft, die sie für das „Denkmal gegen das Vergessen“ übernommen haben, mit Leben. Die Woche vor Beginn der Herbstferien beschäftigen sie sich in Projektarbeit mit den Geschehnissen im Mittelzentrum in den Jahren 1939 und 1945. Jetzt stellten sie Angehörigen und Freunden die Ergebnisse vor. Entstanden sind die „Wege gegen das Vergessen“, die nachhaltig an die Folgen des Nazi-Regimes, aber genauso an Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Sulingen erinnern sollen.

Erst vor Wochenfrist hatte die Schule die Patenschaft für das Denkmal übernommen. Im September war die Stätte offiziell eingeweiht worden, mit der den Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die während des II. Weltkrieges in Sulingen eingesetzt waren, gedacht wird.

Die auf einem Stadtplan eingezeichneten „“ führen zu elf Stationen im Sulinger Stadtkern, die aus Sicht der Schülerinnen und Schüler im direkten Zusammenhang mit Juden-Verfolgung, Zwangsarbeit und Kriegsgefangenen in den Jahren 1939 bis 1945 stehen; angefangen am Jüdischen Friedhof an der Memelstraße über Standorte ehemaliger Kriegsgefangenenlager bis hin zu den Stolpersteinen an der Langen Straße, die der Kölner Bildhauer Gunter Demnig 2007 in Sulingen verlegt hatte. Die Stolpersteine erinnern an die Schicksale jüdischer Familien, die bis zur NS-Zeit im Mittelzentrum gelebt hatten.

Entwickelt worden sind die „“ durch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10e nach Recherchen unter anderem in den Büchern „Juden in Sulingen“ (Eva Kurth / Hilmar Kurth) und „Auch bei uns war Krieg“, herausgegeben von Harald Focke und Hilmar Kurth.

Initiiert hatte das Projekt Frank Diedrichs, Klassenlehrer der 10e und Didaktischer Leiter der Carl-Prüter-Oberschule. Diedrichs nach der Vorstellung der „“: „Ich bin stolz auf meine Schüler.“ Ergänzend zu den Stadtplänen hatten die Angehörigen der 10e Begleitzettel erstellt, die Auskünfte zu den einzelnen Stationen geben. Diedrichs: „Nicht nur die Gäste der Schüler, sondern auch Schulleitung und Eva Kurth und Günter Leymann vom Initiativkreis gegen das Vergessen waren angetan.“ Geplant sei, die Unterlagen an die Stadt Sulingen zu übergeben und via Internet öffentlich zu machen. „Oder auch in die Angebote der Stadtführer zu übernehmen”, sagt Diedrichs.

Neben dem Projektleiter geben sich auch die Schülerinnen und Schüler mit den Ergebnissen zufrieden. Saskia Langhorst: „Naja, zuerst konnten wir mit der Aufgabenstellung nicht viel anfangen; aber nachher war das Interesse da. Vieles von dem, was wir erarbeitet haben, war für mich neu.“ Dennis Seibert: „Das Projekt hat bei uns nicht nur Interesse, sondern auch ein Stück Betroffenheit geweckt.“

oti

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