Offene Krabbelgruppe immer dienstags 

„Café Kinderwagen“ rollt an

Das Projekt „Café Kinderwagen“, die offene Krabbelgruppe im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land, scheint schon eine Woche nach Einführung etabliert: Sieben Babys im Alter von bis zu zwölf Monaten hielten Hebamme Swantje Kornau und die Erzieherin Renate Kornau auf Trab. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Das Projekt „Café Kinderwagen“, die offene Krabbelgruppe im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land, scheint schon eine Woche nach Einführung etabliert: Sieben Babys im Alter von bis zu zwölf Monaten hielten mit ihren Eltern am Dienstagmorgen die Hebamme Swantje Kornau und die Erzieherin Renate Kornau, die das Projekt ehrenamtlich begleitet, auf Trab. Jana Lang, die mit ihrer acht Wochen alten Tochter Felia Dienstag das Angebot von Landkreis und Stadt zum ersten Mal wahrnahm: „Eine schöne Sache, die man unterstützen muss.“

Entwickelt worden war das Angebot im Netzwerk „Frühe Hilfen“, in dem seit 2013 auf Einladung des Landkreises Diepholz das Gros der regionalen Einrichtungen und Institutionen mitwirkt, deren Fachkräfte Kinder und damit auch deren Eltern in der Entwicklung unterstützen; allen voran Kerstin Nicolaysen, Mitarbeiterin des Fachdienstes Jugend des Landkreises Diepholz, die als Koordinatorin des Netzwerkes eingesetzt ist, Monika Jahnke als Koordinatorin des Familiengesundheitszentrums Sulinger Land und Sulingens Gleichstellungsbeauftragte Anke Harzmeier.

Die Partner sehen im „Cafe Kinderwagen“ primär eine Ergänzung der in der Region ansässigen Angebote für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bis zum ersten Lebensjahr.

„Viele Angebote sind zeitlich befristet und kosten Gebühren“, heißt es aus dem Kreis der Entwickler. Die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt finden in einem bestimmten Rhythmus statt. Dazwischen suchen Eltern den Kinderarzt oft nur dann auf, wenn das Kind krank ist. „Da Müttern oftmals auch der familiäre Bezug zu Großmüttern oder Müttern fehlt, bleiben viele Fragestellungen unbeantwortet.“

Die Teilnahme am „Café Kinderwagen“ solle helfen, Antworten zu finden; entweder durch den Dialog der Besucher untereinander oder unter Einbeziehung der Hebamme beziehungsweise der Erzieherin. „Das alles in zwangloser Atmosphäre“, sagte Anke Harzmeier am Dienstagmorgen. Die Eltern könnten die Beratung und Unterstützung der Hebamme und Erzieherin zu Fragen der Entwicklung ihres Kindes und seiner Bedürfnisse in Anspruch nehmen und erhielten so Sicherheit und Unterstützung und würden in ihrer Elternkompetenz gestärkt.

Maria Klüber besuchte am Dienstag das zweite Mal das „Café Kinderwagen“, gemeinsam mit ihrem fünfeinhalb Monate alten Sohn Duke: „Viele der anderen Mütter kennt man schon; etwa durch die Rückbildungs- oder Babymassagekurse. Hier kann man sich gut über die Entwicklung der Kinder aus-tauschen.“

Frauke Landau war am Dienstag mit ihren fast sechs Monate alten Zwillingen Paul und Greta in die Einrichtung an der Bassumer Straße gekommen; in Begleitung von Vater Patrick. „Ich habe Urlaub – und möchte so viel Zeit mit den Kindern verbringen, wie möglich“, sagt der junge Vater.

Väter seien jederzeit zu den Treffen willkommen, bestätigt Swantje Kornau. Geöffnet hat das „Café Kindergarten“ immer dienstags in der Zeit von 9.30 bis 11 Uhr. 

oti

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