Bürgermeister Dirk Rauschkolb zum Antrittsbesuch in Sulingens litauischer Partnerstadt Joniškis

Vereins-Kooperationen wohl eher nicht

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Die Sulinger Delegation in Litauen vor dem Festumzug: Dirk Rauschkolb (l.). Matthias Wendland (3.v.l.) und Henry Siemering (2.v.r.).

Sulingen - Im Jahr 2000 unterzeichneten Offizielle der Stadt Sulingen und der litauischen Gemeinde Joniškis die Urkunde, die die Städtepartnerschaft besiegelt. Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb nutzte am Wochenende eine Einladung der Partnergemeinde zum Antrittsbesuch. Begleitet wurde der Bürgermeister nach Litauen durch die beiden CDU-Ratsherren Henry Siemering und Matthias Wendland. Rauschkolb nach seiner Rückkehr am Sonntag: „Primär ging es mir darum, vor Ort zu erörtern, ob und wie man die Partnerschaft mit Leben füllen kann.“

Bis dato hatten sich die beiden Kommunen überwiegend auf Begegnungen im Zuge des Stadt-Festivals in Joniškis beschränkt. Rauschkolb, der erst im November vergangenen Jahres das Bürgermeisterzimmer im Sulinger Rathaus bezog, macht keinen Hehl daraus, dass er an einem Ausbau der Kontakte interessiert ist. Aber: „Eine Partnerschaft lebt von der Gegenseitigkeit.“

Inwieweit die Litauer tatsächlich intensivere Kontakte wünschen, lässt Sulingens Bürgermeister noch offen. Für tiefergehende Gespräche mit Gediminas Cepulis, dem Bürgermeister von Joniškis, blieb der Sulinger Delegation am Wochenende laut Rauschkolb wenig Gelegenheit. Aber: „Der europäische Gedanke und Völkerverständigung genießen in Joniškis hohen Stellenwert. Deutlich wird das schon dadurch, dass neben uns Delegationen von acht weiteren Partnerkommunen zu dem Stadt-Festival geladen waren.“

Am Donnerstag vergangener Woche waren die Sulinger von Bremen aus zunächst nach Riga in Lettland geflogen.

In Riga wurden sie von Vertretern der Partner-Gemeinde erwartet. In Joniškis angekommen stand noch am Freitag ein Besuch des „Bergs der Kreuze“, anderthalb Kilometer östlich der Fernverkehrsstraße, die von Šiauliai über Joniškis nach Riga führt, auf dem Programm. Abends folgten die Sulinger der Einladung zu einem Konzert.

Am Sonnabend stand das Stadt-Festival im Mittelpunkt des Programms. Schon am Morgen reihten sich die Sulinger in den Festumzug ein, der vom Rathaus zum Festival-Platz führte. „Von Folklore bis zum Zeitgenössischen, von allem etwas“, sagt Sulingens Bürgermeister. Für den Abend war dann der offizielle Teil des Besuchs im Zuge eines Dinners vorgesehen. Die Sulinger waren nicht mit leeren Händen nach Joniškis gereist, hatten neben dem obligatorischen Teller, Bullenschluck und Sulinger Bittern auch Schuhe im Gepäck: „Aus der 1888-Kollektion von Lloyd“, erklärt Rauschkolb.

Der Bürgermeister kündigt an, schon kurzfristig an einer Intensivierung der Kontakte nach Litauen arbeiten zu wollen. Rauschkolb mit Blick auf mögliche Vereins-Kooperationen: „Das wird zunächst schwierig werden; schon allein aufgrund der unterschiedlichen Lebensstandards.“

Die Partner hätten in ersten Gesprächen durchblicken lassen, dass sie an gegenseitigen Besuchen durchaus interessiert wären; vorausgesetzt, es gebe offizielle Anlässe.

Rauschkolb: „Mir ist erst einmal wichtig, dass wir als Partner auch wahrgenommen werden. Das kann sich nicht nur darauf beschränken, dass wir Hilfstransporte organisieren. Wir müssen Felder finden, auf denen wir uns austauschen können.“

oti

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