Bürgerbeteiligungsprozess: Leitbild wird beim „Stadtforum“ unterzeichnet

Nicht „für Schublade“ gedacht

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Karolin Thieleking vom Büro „KoRiS“ verteilte ganze Sträuße an Handlungsempfehlungen.

Sulingen - Gesa Roggenbuck und Markus Liebs sind sich einig: Soll der Leitbild- und Bürgerbeteiligungsprozess „Wir sind Sulingen 2.029“ nachhaltig wirken, bedarf es der Mitarbeit der Generation „U 25“. Liebs am Donnerstagabend während des „Stadtforums“ in der Alten Bürgermeisterin: „Das sind die, die in 15 Jahren in unserer Stadt Verantwortung übernehmen sollen.“ Gesa Roggenbuck, Schülersprecherin des Gymnasiums Sulingen, forderte dazu auf, die Jugend auch tatsächlich in den Prozess mitzunehmen. Die Beteiligung der Jugend und junger Erwachsener ist und bleibt Herkulesaufgabe des Prozesses.

Bürgermeister Dirk Rauschkolb bezeichnete am Donnerstag zu Beginn des „Stadtforums“ dieses als Meilenstein des Leitbild- und Bürgerbeteiligungsprozesses; nicht zuletzt mit Blick auf die Unterzeichnung des Leitbildes durch die Mitglieder der Koordinierungsgruppe, die den Abend abschloss. In der Koordinierungsgruppe wirken neben dem Verwaltungs-chef alle im Rat der Stadt Sulingen vertretenen Parteien und Gruppen, Vertreter der Zukunftswerkstatt und der Initiative Sulingen, der Vereine und der weiterführenden Schulen mit. Mit ihren Unterschriften dokumentieren sie, die Leitsätze in den kommenden Jahren mit Inhalten füllen zu wollen. Rauschkolb: „Das ist kein Papier, das in den Schubladen verschwinden darf und wird“, wohl mehr ein Handlungsleitfaden. Die darin formulierten Leitsätze lauten: „Stadtzentrum, Wohnen und Identität – Hier leben wir gerne!“, „LandWirtschaft und Handel – Ein starkes MittelZentrum“, „Soziales, Bildung und Gesundheit – Rund um versorgt“, „Verkehr und Mobilität – Intelligent vernetzt“, „Naherholung, Kultur, Sport und Freizeit – Bunt und beliebt“, „Natur, Klima, Umwelt und Energie – Innovativ und nachhaltig“, „Kooperation und Kommunikation – Gemeinsam Aktiv“.

Mit Ausnahme eines für Anfang des Jahres 2016 geplanten Coachings verabschieden sich die Mitarbeiter des Büros „KoRiS – Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung“ jetzt aus dem Prozess. „KoRiS“-Mitarbeiterin Karolin Thieleking verteilte ganze Sträuße an Handlungsempfehlungen, die dafür Sorge tragen sollen, dass der Prozess nachhaltig wirkt; angefangen bei der Optimierung des Informationsflusses, von Beteiligungsmöglichkeiten bis hin zu Kooperationen, die letztendlich zu den Problemlösungen führen sollen. „Jeder muss seine Aufgabe verstehen. Es sind Strukturen geschaffen, damit sie im Prozess weiterarbeiten zu können. Nun kann es weitergehen.“

Im März dieses Jahres war der Leitbild- und Zukunftsprozess mit der „Zukunftskonferenz“ eingeleitet worden. Während der „Leitbildwerkstatt“ im Juni hatten sich die ersten Arbeitsgruppen gebildet. „Der Koordinierungsgruppe obliegt jetzt die Handhabe neuer Ideen“, erklärte Thieleking. „Wir sind Sulingen 2.029“ sei kein „Closed Shop“. Thieleking fordert dazu auf, auch Gruppen außerhalb des Prozesses einzubinden. „Etwa die Flüchtlingsinitiative. Beteiligen sie Zielgruppen.“

Andreas Albers (Arbeitsgruppen Bürgerinitiative Krankenhaus und Gartenlokal/Bürgercafé), Rita Mohrmann (Arbeitsgruppe Wohlfühlstadt), Waltraud Schmidt (Arbeitsgruppe Klimaschutz) und Klaus Gerke (Projektgruppe Bahn 2029) stellten erste Ergebnisse aus den Zusammenkünften vor. „Wir haben viel geschafft“, bilanzierte Dirk Rauschkolb. Der Bürgermeister bezeichnete den Prozess, dessen Titel man mit Blick auf die Feierlichkeiten anlässlich des 1000-jährigen Bestehens der Stadt Sulingen im Jahr 2029 gewählt hatte, als Zeichen für Transparenz und Bürgerfreundlichkeit. „Wir machen ein Angebot für die Bürger.“ Jetzt müssen die Bürger das Angebot auch annehmen.

oti

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