Bürgerbeteiligung zur Leerständen: Arbeitsgruppe will Projekt initiieren

Ideenwettbewerb soll helfen

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Angehörige der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“, die unter Leitung von Rita Mohrmann tagten.

Sulingen - Die Arbeitsgruppe Wohlfühlstadt des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind Sulingen 2.029“ nimmt die Innenstadtsituation ins Visier – und setzt bei der Strategieentwicklung auf die Unterstützung von Rat und Verwaltung, aber genauso der Initiative. Auf dem Korn: Nicht vermittelbare (Laden-)Leerstände. Wirtschaftsförderer Martin Koenen: „Gerade bei älteren Immobilien entsprechen die Zuschnitte und Zustände nicht den heutigen Anforderungen. Anfragen sind da, aber die Läden passen nicht.“

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sprechen sich dafür aus, professionelle Hilfe zu akquirieren; gegebenenfalls in der Form eines Ideenwettbewerbs.

Die Grundidee – die Zusammenlegung von Ladenflächen durch Um- beziehungsweise Neubau von Immobilien zu oder mit größeren Einheiten – ist nicht neu, wie Michael Hanke, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft, formulierte. „Treffen mit Maklern und anderen Interessengruppen führten aber bisher nicht zum gewünschten Erfolg.“

Wiebke Blohm, Leiterin des Fachbereiches Bauen, Ordnung und Wirtschaft: „Baurechtlich spricht aus unserer Sicht nichts gegen das Vorhaben, das wir mit unseren Möglichkeiten unterstützen würden.“ Das Problem: „Zum Teil sind die Eigentumsverhältnisse undurchsichtig, zum anderen wohnen die Eigentümer weit weg und zeigen wenig Interesse, etwas an dem derzeitigen Zustand zu verändern“, sagte die Fachbereichsleiterin der Verwaltung.

Weitgehend einig sind sich die Mitglieder der Gruppe, zunächst „im kleinen Kreis“ für den Ideenwettbewerb zu werben; etwa im Rat der Stadt Sulingen, um dem Prozess mehr Gewicht zu verleihen, oder auch in den Reihen der Initiative Sulingen, die, so Helmut Weiß, ein ureigenes Interesse daran haben dürfte, zusätzliche Frequenzbringer für die Stadt Sulingen zu gewinnen, und deshalb einzubinden sei.

Konkrete Projektierungsvorschläge könnten aus Sicht von Fachbereichsleiterin Blohm helfen, bei Eigentümern Überzeugungsarbeit zu leisten. „Genauso wie bei Projektierern oder möglichen Investoren“, formulierte Mario Pschunder.

Grundlage aller Überlegungen könnte das vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen entwickelte Baulücken- und Leerstandskataster werden, das den Mitarbeitern der Stadtverwaltung ermöglicht, unter anderem Baulücken, Leerstände und Altersstrukturen der Eigentümer schnell zu erfassen.

Martin Koenen: „Wir sind zurzeit dabei, die Daten zu überarbeiten.“ Laut Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb ist angedacht, Teilbereiche des Katasters auch öffentlich darzustellen.

Inwieweit die Gruppe, die Ratsfrau Rita Mohrmann leitet, den Einwand von Michael Hanke umsetzt, im Zuge des Prozesses spezielle Nutzungs-Zielsetzungen für Teilbereiche zu definieren, bleibt zunächst abzuwarten.

oti

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