Manfred Dieckmann besucht „Wunderkinder“

Brieftauben heben am Kindergarten ab

Manfred Dieckmann organisierte einen Testflug und die Kinder konnten den Auflass beim Kindergarten (Foto) und wenige Minuten später die Rückkehr in den Heimatschlag hautnah miterleben.

Stocksdorf - Einen besonderen Tag erlebten jetzt die Mädchen und jungen im Kindergarten „Stocksdorfer Wunderkinder“ – sie erfuhren, dass Post nicht nur durch den Briefträger und per E-Mail, sondern auch durch Tauben ans Ziel kommen können.

Obwohl einige Kinder zu Hause auch Tiere besitzen, die kleine Kunststücke vorführen können, von Brieftauben, wie im Hause Dieckmann/Barth, hatten sie noch nichts gehört, berichtet Manfred Dieckmann. Dort werden seit fast 60 Jahren erfolgreich Brieftauben gezüchtet und auf die Reise geschickt, für Manfred Dieckmann „einzigartige Lebewesen, die ohne jegliches elektronisches Hilfsmittel, auch aus weiter Entfernung, den Weg nach Hause finden – und das schönste Hobby.“ Als sein Enkelsohn Wilko ihn fragte, ob er nicht einmal eine Taube mit in den Kindergarten nehmen könne, kam Manfred Dieckmann die Idee: „Warum nicht mal vor interessierten Kindern etwas über Tauben erzählen?“ Aus dem „etwas erzählen“ wurde deutlich mehr, Dieckmann organisierte einen Testflug und die Kinder konnten den Auflass beim Kindergarten und die Rückkehr in den Heimatschlag hautnah miterleben.

In den Tagen davor hatten die „Wunderkinder“ und ihre Erzieherinnen ein Buch über Tauben gelesen, ein Nest gebaut, zum Thema passend gebastelt, Spiele gespielt und Lieder gesungen. Zusätzlich hatte jedes der Kinder einen eigenen kleinen Brief geschrieben, der den Tauben umgebunden wurde.

Manfred Dieckmanns Enkelsohn Wilko mit einer seiner Tauben.

Um 8.30 Uhr wurden die Tauben „gestartet“ und schon wenige Minuten später sprangen sie beim Pfeifen von Manfred Dieckmann in den Schlag: „Das sofortige Einspringen erstaunte selbst die Erwachsenen, kannten sie so einen Gehorsam doch nur von Hunden.“ Die Kinder bekamen ihre „Luftpost-Briefe“ als Souvenirs zurück. Dieckmann: „Das alles war etwas Einmaliges für die kleinen Racker und bei Donuts und Sprudel wurde noch viel über Tauben erzählt. Natürlich musste Wilko auch seine Tauben zeigen und war sichtlich stolz.“

Brieftauben sind laut Manfred Dieckmann Hochleistungssportler, die von April bis September an Wochenenden Distanzen bis zu 1 200 Kilometer zurücklegen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrage dabei oftmals 70 bis 90 Kilometer pro Stunde. Brieftauben wurden früher die „Rennpferde des kleinen Mannes“ genannt. Interessierte, die mehr über den Taubensport erfahren möchten, können sich gerne an Manfred Dieckmann wenden (Tel. 0 42 75 / 9 64 05 91, E-Mail: dieckmann.kaffee@gmail. com).

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