Zeugenaufruf nach Brand im Vereinsheim des TuS Sulingen

Polizei bestätigt: Es war Brandstiftung

Gegen 0.50 Uhr in der Nacht zum Sonntag waren die Feuerwehren alarmiert worden.

Sulingen - Von Carsten Schlotmann. Der Verdacht, dass das  Vereinsheim des TuS Sulingen in der Nacht zum Sonntag in der Folge von Brandstiftung ausgebrannt ist, hat sich am Dienstag bestätigt.

Update, Dienstag, 12 Uhr: Wie die Polizei in einer Pressemitteilung bestätigt, konnte im Rahmen der Ermittlungen zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich hier um Brandstiftung handelt. Zeugen werden gebeten sich mit der Polizei Diepholz unter 05441/971-0 in Verbindung zu setzen.

Laut Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zwischenzeitlich ihren Versicherer informiert. Die Sachverständigen der GVV-Kommunalversicherung, eines Gemeindeversicherungsverbandes mit Sitz in Köln, werden am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag in Sulingen erwartet. „Spätestens dann werden wir wissen, ob das Gebäude total abgängig ist oder Teilbereiche noch gehalten werden können“, sagt der Bürgermeister.

Großfeuer im Sportpark Sulingen

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Er selbst bezweifele, „dass man da noch was machen kann“, unter anderem auch wegen der Menge an Löschwasser, die in der Nacht zu Sonntag von den Feuerwehren eingesetzt werden musste. „Aber ich bin kein Fachmann.“

Versichert sei die Immobilie, inklusive des Clubhauses des TuS, bis zu einer Schadenssumme von 1,4 Millionen Euro.

Unabhängig von der Entscheidung, ob Neu- oder Wiederaufbau des Sportfunktionsgebäudes, bemühe sich die Stadtverwaltung aktuell darum, den Sportpark, der zugänglich gesperrt ist, möglichst schnell wieder den Nutzergruppen zugänglich zu machen. „Die komplette Versorgung, etwa mit Elektrizität, lief über die Immobilie“, so Rauschkolb. Sanitäranlagen stehen in der nahe gelegenen Edensporthalle zur Verfügung. Der Bürgermeister kündigt Gespräche mit dem Landkreis Diepholz, dem Träger der Halle, an. „Ansonsten sind wir uns mit dem Hauptnutzer, dem TuS, einig, nicht in Panik zu verfallen. Wir werden vieles aufrecht erhalten können.“

Die Mieter der Dachgeschosswohnungen sind nach Informationen des Hauptverwaltungsbeamten vorübergehend bei Verwandten beziehungsweise Bekannten untergekommen. „Da sehe ich uns in der Pflicht, zu unterstützen, wo wir nur können.“ Unterstützen wolle die Stadtverwaltung auch den Pächter der Gaststätte im TuS-Clubhaus, „der für die kommenden Wochen Veranstaltungen geplant beziehungsweise angenommen hat. Wir müssen aber auch Lösungen finden.“

Gegen 0.50 Uhr in der Nacht zum Sonntag waren die Feuerwehren alarmiert worden. An die 200 Einsatzkräfte bekämpften den Brand (wir berichteten). Bestätigt wurde zwischenzeitlich von der Polizei, dass das Feuer in einer Holzhütte ausgebrochen war, die der TuS zwischen Zugang zum Stadion und dem Funktionsgebäude aufstellen lassen hatte. Begünstigt durch starken Wind sprang das Feuer schnell auf den Dachstuhl des Gebäudes über. Ein Sprecher der Polizei am Sonntagnachmittag: „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen.“

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