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Autos beschädigt: Kuhspaziergang mit bösen Folgen

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Von: Sylvia Wendt

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 Eine Kuh steht auf einer Weide.
Ein Rind hat in Sulingen randaliert und musste mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht gesetzt werden. (Symbolfoto) © Sven Hoppe/dpa

Sulingen – Update: Dieser Sonntagsspaziergang hatte es in sich: Eine knapp zweijährige Kuh büxte am Nachmittag in Groß Lessen aus. Wie ein Sprecher der Polizei am Montag mitteilte, hatten mehrere Anrufer kurz nach 15 Uhr ein Rind auf der Bundesstraße 214 in Groß Lessen gemeldet. Tierhalter und Einsatzkräfte der Polizei versuchten, das Rind einzufangen, damit es nicht weiter in Richtung Sulingen laufen kann - vergeblich.

Da alle Versuche scheiterten, setzte das Rind seinen Weg in die Sulinger Innenstadt fort. In der Straße Am Bahnhof gelang es den Helfern und der Polizei das Rind in eine offene (auf dem Weg zur Viehvermarktungshalle der „Masterrind“ am Bahnhof gelegene) Garage zu treiben, ein Streifenwagen wurde quer vor die Garage gestellt, um dem Tier der Fluchtweg zu versperren.

Da hatte es im Bereich des Bahnhofs bereits mehrere parkende und fahrende Autos beschädigt. Menschen seien, glücklicherweise, nicht zu Schaden gekommen. Beschädigt wurde ebenso das Polizeifahrzeug, mit dem die Garage „versperrt“ wurde sowie das in der Garage befindliche Auto.

Das Auto (links) wurde beschädigt, die Kuh ist hier sicher im Transporter.
Das Auto (links) wurde beschädigt, die Kuh ist hier sicher im Transporter. © sis

Zum Einsatz hinzugerufen wurde nicht, wie ursprünglich gemeldet, ein Tierarzt, sondern ein Jagdpächter, der das Rind mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht setzte. Der Besitzer konnte das Tier so in einen Anhänger verladen. Es ist wohlbehalten wieder im Stall. Wieviele Fahrzeuge beschädigt wurde, ist aktuell noch nicht bekannt. Bislang werde der Sachschaden auf etwa 30.000 Euro geschätzt, teilte ein Sprecher der Polizei in Sulingen am Montag mit. sis

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