17. Sulinger Resonatorfestival

Blues und Rock in der City

Greyhound George (links) und Andy Grünert bestreiten das Finale am ersten Tag des Resonatorfestivals. - Foto: Schoening

Sulingen - Die eingebauten „mechanischen Lautsprecher“ sollten das Instrument lauter machen – sie verliehen der Resonatorgitarre aber auch einen besonderen Sound. Der erklingt am kommenden Freitag und Samstag, 9. und 10. September, auf der Kampstraße an der Gaststätte „Zum Amtsschimmel“. Hier steigt das Sulinger Resonatorfestival, und dessen 17. Ausgabe setzt laut des Organisationsduos, Willi Bründl und Jens Bokelmann, einen Rekord: Es ist das am längsten bestehende noch aktive Resonatorfestival in Europa.

An beiden Abenden werden die Gäste um 19.15 Uhr zum Open-Air-Konzert begrüßt. Den Auftakt am Freitag gestaltet Peter Funk. „Der Folkbluesgitarrist und Experte für Hawaiian Lapsteel Guitar lässt die kurze aber intensive Ära der National-Resonatorgitarre mit Korpus aus Messing oder Stahl wieder aufleben“, kündigt Jens Bokelmann an, „er spielt eine erfrischende Mischung aus Ragtime und Blues bis hin zu Swing und Hawaiimusik.“ 

Um 20.45 Uhr treten Grey Wolf alias Pit Kyas (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) und Toni Wendenburg (Cajon/Percussion) auf: „Für die Freunde der handgemachten und mundgeblasenen Pop-Musik bringt Pit Kyas Blues-Klassiker, Songs und Balladen mit starker Rhythmus-Betonung mit.“ 

Um 22 Uhr sind „Bluesbird“ an der Reihe. Bokelmann: „Ein kerniger Sopran mit angerautem Timbre, eine soulgetränkte Leadgitarre und eine treibende Rhythmusgruppe mit jeder Menge Groove – das ist der Bluessound von Bluesbird, von ganz sanft bis rockig hart.“ 

Das Finale des ersten Festivaltages leiten um 23.15 Uhr Greyhound George und Andy Grünert ein. „Das nahezu unerschöpfliche Repertoire der beiden erstreckt sich vom rauen urigen Delta-Blues über Chicago-Blues, Louisiana-Style, Swing, Ragtime bis hin zu eigenen Titeln. Grünerts Mundharmonika und Greyhound Georges Slidegitarre klagen um die Wette, der Fuß stampft den Beat.“

Am Samstag gibt es ab etwa 16 Uhr einen Slideguitar-Workshop mit Peter Funk, im Anschluss spielt die Bluegrass Band „Fragmentshader“. Das eigentliche Programm eröffnet am Abend das Kaffeehaus Blues Projekt, unlängst beim Straßenmusikfestival in Osnabrück mit der „Goldenen Säge“ ausgezeichnet. 

Um 20.45 Uhr spielt Bad Temper Joe: „Wenn der Bielefelder sich über seiner Lap-Slide Gitarre beugt und den Blues spielt, liefert er einen herzzerreißenden, gefühlvollen und einmaligen Sound, der komplett sein eigen ist“, kündigt Jens Bokelmann an. 

„COMA“ (für „Cool Old Men’s Adventure“) treten um 22 Uhr auf: „Vier gestandene Musiker, die alle mehrere Instrumente spielen. Die Band intoniert Blues- und Rocknummern, mal melancholisch getragen und mal rockig frech.“ 

Ab 23.15 Uhr gibt es von Sven-Ole Lüthke und Crazy Jivin JJ „handgemachten, ehrlichen und intensiven Blues. Sie beweisen, dass Blues nicht immer nur traurig ist: Locker und lässig – aber immer mit dem gebührenden Respekt zu ihren Vorbildern – spielen sie groovenden Mississippi Delta Blues, versäumen dabei nicht, über den Tellerrand zu schauen. So hört man Countryeinflüsse, Balladen und dezente Rockanleihen.“

Eintritt wird nicht erhoben – allerdings sind die Gäste herzlich eingeladen, die Spendengitarre zu füttern und die Reihen der Festivalsponsoren zu verstärken. 

ab

www.resonator-festival.de

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