„Wintershall“ informiert über Arbeiten auf der Betriebsstätte Staffhorst

Blick auf jede Schraube

Das Angebot der Wintershall Holding GmbH, die am Mittwochnachmittag auf die Betriebsstätte in der Gemeinde Staffhorst geladen hatte, wurde rege genutzt. Zweiter von links: Betriebsleiter Jürgen Mahr. - Fotos: Kurth-Schumacher

Staffhorst - Der Turm an der Erdgasförderstelle Z 1 ist weithin sichtbar. „Die Landmarke wirft Fragen auf – Fragen, die wir heute beantworten wollen“, sagte Bohringenieur Dr. Hartmut Hahn: „Wir haben gelernt, dass Transparenz und die umfassende Information der Bevölkerung gut und wichtig ist.“ Das Angebot der Wintershall Holding GmbH, die am Mittwochnachmittag auf die Betriebsstätte in der Gemeinde Staffhorst geladen hatte, wurde rege genutzt.

Aktuell wird im Rahmen von Wartungsarbeiten der Förderstrang ausgewechselt. Es handele sich um eine Routinemaßnahme, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden muss, erklärte Pressesprecher Mark Krümpel.

Er war einer von sechs Fachleuten, die Fragen der Besucher zu technischen Einzelheiten, Arbeitsabläufen, Sicherheitsmaßnahmen oder möglichen seismischen Belastungen beantworteten.

Letztere seien unerheblich, versicherte der Geologe Oliver Ritzmann. Die in der Gemeinde Staffhorst sporadisch vorgekommenen Erschütterungen seien Mikro-Erdbeben ohne weitere Folgen. Seit 2014 unterhalte der „Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie“ in Siedenburg eine Messstation (www.seis-info.de), die Ergebnisse sind für jedermann zugänglich. Einzelne Besucher erkundigten sich nach etwaigen „Fracking“-Maßnahmen. Sie sind laut Ritzmann in der Region „überhaupt kein Thema“.

Seit 1965 führte die Wintershall in den Gemeinden Staffhorst und Borstel insgesamt 24 Bohrungen durch. Aktuell werden aus acht aktiven Bohrungen rund 90 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr gefördert. Damit wird der Bedarf von 45 000 Einfamilienhäusern gedeckt. Mehr als ein Drittel davon entfällt auf die Bohrung Z2, die nach der erfolgreich verlaufenen Erkundungsphase 2016 ans Netz ging.

Die Wintershall sieht in Staffhorst eine langfristige Perspektive. Sie plant, die Erdgasförderung im Umfeld von bestehenden Erdgasförderplätzen in Päpsen (Hägermannstraße / Gasstraße) und Staffhorst-Nord (Barkeloger Straße) mit zwei bis drei neuen Bohrungen weiterzuentwickeln.

Die Explorationsbohrungen sollen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen. Vorausgeschaltet ist ein Genehmigungsverfahren durch das zuständige Bergamt und eine zeitnahe Information der Öffentlichkeit. Thema Nummer drei beim Tag der offenen Tür: Das Entwässerungs- und Bepflanzungskonzept für die Bohrstellen Z1 und Z2. Das Areal soll der erfolgten Wartung begrünt werden.

Bis Mitte Mai gehört der 40 hohe Bohrturm zum Landschaftsbild der Gemeinde Staffhorst.

Fachpersonal der Wintershall und des Bohrunternehmens ITAG (Celle) begleiten die Wartungsarbeiten. Diese werden rund 40 Tage dauern, erklärte Bohrmeister Willy Hermann Mensen.

Bei der Sicherheitsüberprüfung werde „jede Schraube“ inspiziert, um den umwelt- und sicherheitsgerechten Förderbetrieb für die kommenden zehn bis 15 Jahre zu gewährleisten. - mks

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