Bethel im Norden investiert eine Million Euro / Baubeginn „demnächst“

Neue Werkstatthalle

Eine Ansicht der geplanten neuen Halle.
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Eine Ansicht der geplanten neuen Halle.

Sulingen/Freistatt - Von Sylvia Wendt. SULINGEN/FREISTATTBethel im Norden baut ein neues „WfbM“-Gebäude an der Hans-Hermann-Meyer-Straße in Sulingen. 6000 Quadratmeter groß ist das Grundstück. Die geplante Werkhalle soll 1300 Quadratmeter groß werden. Investitionskosten: etwas über eine Million Euro.

Will „Bethel im Norden“ Freistatt verlassen? Das ist die erste Frage, die sich stellt. „Nein“, sagt Geschäftsführerin Luise Turowski. Nach den bisherigen beiden Standorten in Freistatt und Diepholz (Wellestraße) habe man nun einen dritten im Blick. „Wir haben in Freistatt, was die bauliche Struktur angeht, einfach Grenzen erreicht“, ergänzt Claus Freye, Leiter der Eingliederungshilfe. Man wolle auch Arbeitsplätze schaffen in Sulingen für Beschäftigte aus dem Sulinger Raum, so Turowski. Der Standort böte zudem Vorteile in der Zusammenarbeit mit einem der bisherigen Kunden: der Firma Lloyd, dessen Betriebsgelände nur 100 Meter vom Bauplatz entfernt liegt. Für Lloyd werde jetzt bereits produziert und konfektioniert. Der Standort in unmittelbarer Nähe böte kurze Wege für die „Just-in-time“-Lieferung. „Und wir hoffen auf neue Kunden aus Sulingen durch diesen neuen Standort“, sagt Freye.

Derselbe Kreis an Beschäftigten arbeite auch in der in Sulingen ansässigen Delme, die ebenfalls eine WfbM, eine Werkstatt für behinderte Menschen, unterhält. Konkurrenz? „Nein, wir verstehen uns als Partner, die Delme ist informiert. Es ist dennoch Platz für weitere Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten“, erklärt Freye. Insgesamt werden in der Bethel-WfbM derzeit 80 Arbeitsplätze angeboten, an den bisher zwei Standorten. Ob das Team aus Freistatt komplett nach Sulingen übersiedelt oder nur in Teilen, stehe noch nicht fest, sagt Werkstattleiter Thomas Bremermann. Der Neubau an der Hans-Hermann-Meyer Straße 6 bietet 24 Werkstattplätze. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liege auf Lager- und Kommissionierungsarbeiten sowie im Metallbereich.

Mit dem Bau soll in Kürze begonnen werden, die Betriebserlaubnis ist ab dem 1. Januar 2015 beantragt. Wohnraumnahe Angebote für die Beschäftigten einerseits, die Nähe zu Kunden andererseits mit „auf die Kunden zugeschnittenen nachhaltigen Qualifizierungsplätzen“ (O-Ton Freye) – was passiert dann mit den Räumlichkeiten, die nicht mehr genutzt werden in Freistatt? Die Nachnutzung ist noch offen, werden sie denn weiter genutzt? „Eher nicht“, wiegelt Luise Turowski ab. Das 6000 Quadratmeter große Gelände böte die Chance, zu erweitern, erklärt Freye. Das sei aber derzeit nicht geplant.

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