Bethel im Norden feiert Richtfest der „proWerk A & I“-Betriebsstätte Sulingen

Nachbarn bringen Kranz mit

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In die neue Betriebsstätte der „proWerk A & I“ in Sulingen investiert Bethel im Norden rund 1,2 Millionen Euro.

Sulingen - Das wichtigste Requisit brachten am Mittwoch die Nachbarn aus den Firmen an der Hans-Hermann-Meyer-Straße mit zum Richtfest am neuen Sulinger Standort der „proWerk A & I“ (Arbeit und Integration). Werkstattleiter Thomas Bremermann bedankte sich „für den tollen Kranz. Ich hoffe, dass wir gut miteinander auskommen – da bin ich optimistisch, wir sind ganz pflegeleicht.“ Rund 1,2 Millionen Euro investiert Bethel im Norden in die Betriebsstätte, die Arbeitsplätze für 24 Menschen mit seelischer Behinderung bietet.

Luise Turowski und Thomas Bremermann beim Einloten des Richtkranzes.

Vier Fachkräfte in Voll- und Teilzeit werden die Beschäftigten begleiten und unterstützen – „wir hoffen, dass wir zum 1. Juli starten können.“ Bisher hat „proWerk A & I“ Betriebsstätten in Freistatt und Diepholz. Ein Grund für den neuen Standort ist die Zusammenarbeit mit dem Schuhhersteller „Lloyd Shoes“, für den Waren – von Socken bis zum Gürtel – kommissioniert, also zusammengestellt und versandfertig gemacht werden. „Hier ist ‚Lloyd‘ nur fußbreit entfernt“, formulierte es Thomas Bremermann. Ein Hochlager mit 766 Paletten-Stellplätzen umfasst der Neubau mit 1200 Quadratmetern Grundfläche ebenso wie eine Werkstatt, in der Metallschellen für einen anderen Partner in Bassum hergestellt werden sollen. Und natürlich würde man gerne weiteren Kunden im Sulinger Raum akquirieren, die Dienstleistungen in den Bereichen Lagerung, Logistik, Montage, Verpackung oder Metallbearbeitung benötigen.

Man komme den Partnern, vor allem aber den Menschen räumlich entgegen, die im Sozialraum Sulingen leben und aufgrund ihrer seelischen Behinderung nicht beziehungsweise noch nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können, stellte Claus Freye, Leiter der Eingliederungshilfe von Bethel im Norden, fest. Und äußerte den Wunsch: „Dies soll nicht das letzte Projekt in Sulingen sein.“ Sehr angetan zeigte er sich von der gut nachbarschaftlichen Gemeinschaft, die von den Firmen in dem Gewerbegebiet gepflegt werde, „daran wollen wir uns gerne beteiligen.“

Das Einloten des Richtkranzes werde Luise Turowski, Geschäftsführerin von „Bethel im Norden“, übernehmen – denn, erklärte Freye schmunzelnd, „Schiffseinweihungen werden ja auch nicht von Kerls gemacht.“ Am Richtkranz „hängen normalerweise zwei Flaschen“, foppte Rolf Bauermeister von der Firma Hallenbau Bremer, der den Richtspruch aufsagte. Gute Nachbarschaft in Aktion: Spediteur Henri Wortmann reichte ihm umgehend zwei vorbereitete „Buddel Schluck“.

ab

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