„Kälte kriecht die Knochen hoch“

Wochenmarktbeschicker in Sulingen wappnen sich gegen Winterwitterung

Zum winterlichen Wochenmarkt in Sulingen ist nur ein Teil der üblichen Händler erschienen.
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Zum winterlichen Wochenmarkt in Sulingen ist nur ein Teil der üblichen Händler erschienen.

Sulingen – Verschneite Straßen und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt – der Winter zeigt sich in diesen Tagen in einer Art und Weise, an die sich viele Menschen nur noch dunkel erinnern können. Aufenthalte unter freiem Himmel werden da auf das Nötigste beschränkt – aber was machen eigentlich die Beschicker des Sulinger Wochenmarktes, die den ganzen Vormittag im Freien verbringen müssen?

„Die Kälte kriecht die Knochen hoch“, berichtet Christian Pierskalla von der „Wesermühle“ aus Thedinghausen. Sein Stand ist nur durch Zeltplanen geschützt, daher hat er am Mittwoch zu einer kleinen Gasheizung gegriffen. „Darauf verzichten wir sonst gerne aus ökologischen Gründen.“ Seit zehn Jahren sei er auf Wochenmärkten unterwegs, und sonst genügten ihm warme Winterkleidung, gerne auch in mehreren Schichten übereinander, Wanderschuhe und Tee. Deutlich komfortabler ausgestattet ist Reinhard Lodde aus Essen (Oldenburg), der auf dem Markt mit Geflügelspezialitäten vertreten ist. Sein Verkaufswagen sei mit Fußbodenheizung ausgestattet, zusätzlich habe er eine Gasheizung – und heißen Tee, denn: „Die Füße und der Kopf müssen immer warm sein“, sagt er mit der Erfahrung aus 22 Jahren auf Wochenmärkten. Mehr Sorgen hätten ihm die Straßenverhältnisse bereitet, denn bis nach Sulingen fahre er immerhin 80 Kilometer: „Da überlegt man sich das zweimal, aber die Kunden verlassen sich darauf, dass ich komme.“

Reichlich Erfahrung bringt auch Klaus-Dieter Neemann von „Fisch Jan“ aus Cloppenburg mit: Seit 33 Jahren bietet er Ware auf Wochenmärkten feil. Auch sein Fahrzeug verfüge über eine Heizung, zusätzlich vertraue er auf Thermojacke und -hose sowie auf Bewegung durch Hin- und Herlaufen, denn „Glühwein oder Grog gibt es ja nicht.“

Sich erst noch an die Kälte gewöhnen muss Melina Müller, die in einem kleinen Verkaufswagen Suppenkonserven für Klaus Melloh aus Schwaförden anbietet. Erst seit Herbst stehe der Wagen auf dem Markt. Gegen die Kälte kämpfe sie mit warmer Kleidung und einem kleinen Heizlüfter an.

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