Affinghausens Rat trifft Entscheidungen für künftige Straße im neuen Baugebiet

Belag und Name sind gefragt

Affinghausen - Für das neue Wohnbaugebiet „Zum Oberdorf“, dessen Erschließung die Gemeinde Affinghausen in Eigenregie übernimmt, galt es bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am Montagabend im Jugend- und Sporthaus Entscheidungen zu treffen: Wie soll der Endausbau der Planstraße erfolgen – und wie soll sie heißen?

Der Kostenvoranschlag für den Endausbau seitens des Wegezweckverbandes Syke geht von einem verkehrsberuhigten (niveaugleichen) Ausbau der künftigen Planstraße in Pflasterbauweise aus, inklusive wechselseitigen Einengungen mit Integration von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge. „Also eine Ausführung so ähnlich wie bei der Bürgermeister-Kohröde-Straße, als Pflasterstraße“, erläuterte stellvertretender Gemeindedirektor Achim Hollmann. „Pflaster lässt sich leicht aufnehmen und wieder einsetzen, etwa, wenn ein Kanalanschluss gelegt werden muss.“ 

Kostentechnisch liege eine Pflasterstraße mit einer Asphaltstraße „ungefähr auf gleicher Ebene“. Die vom Wegezweckverband geschätzten Kosten belaufen sich auf brutto rund 107 000 Euro.

„In den Fugen der Pflasterung kommt irgendwann Gras durch“, befand Ratsherr Uwe Hollwedel. Das könne man an der Bürgermeister-Kohröde-Straße sehen, bestätigte Thorsten Bremer, „da, wo kein Auto fährt, steht das Gras richtig hoch.“ Es gehe „kein Anlieger dabei und reißt das raus“, prophezeite Dieter Kafemann. Johann Buschmann focht das nicht an: „Ich finde, wir sollten pflastern – es sieht einfach schöner aus.“ Er stimmte allerdings als einziges Ratsmitglied für die Pflastervariante, mit sieben Stimmen entschied sich der Rat für eine Asphaltstraße.

Straße auf den Namen „Zum Oberdorf“ getauft

Die Frage nach einem Namen für die Straße stellte sich aus Sicht von Johann Buschmann gar nicht, „den haben wir doch schon, ,Zum Oberdorf‘ “, bezog er sich auf den Titel des Bebauungsplanes. „Ich finde das zu ähnlich, Oberdorfstraße und ,Zum Oberdorf‘ “, wandte Dieter Kafemann ein. Mit der Meinung stand er zwar nicht alleine da – die Suche nach einer Alternative verlief allerdings etwas hakelig. 

Den Vorschlag „Wiesenweg“ konnte Bürgermeister Jürgen Köberlein gleich aus dem Rennen nehmen, „den haben wir doch schon.“ „Strahmanns Weg“, ganz schlicht „Stichweg“, „Neue Siedlung“. Buschmann: „Ich habe noch nichts gehört, was besser klingt als ,Zum Oberdorf‘...“ Jürgen Köberlein ließ über diesen Namen abstimmen: Mit vier Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen ist die künftige Straße im neuen Baugebiet „getauft“.

Neuer Schotter am Jugend- und Sporthaus

Der Schützenverein Affinghausen hatte beantragt, die geschotterte Fläche am Jugend- und Sporthaus (rund 950 Quadratmeter) zu sanieren. Schützenpräsident Volker Stüttgen erläuterte: „Wenn man da rübergeht, tritt man von einer Kuhle in die nächste und der Dreck vom Schotterrest bleibt an den Schuhen hängen.“ 

Der Verein sei, durch das Schützenfest, ohne Frage Hauptnutznießer, aber es gehe ja auch um die Außenwirkung der gemeindeeigenen Fläche. Der Rat votierte nach kurzer Diskussion einstimmig dafür, neu zu schottern – möglichst Synergieeffekte nutzend, die die laufende Sanierung der Kreisstraße 9 „gleich nebenan“ vielleicht bietet. - ab

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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