Neues Sprecherduo an der Spitze

Flüchtlingsinitiative Sulingen: Begleiten statt willkommen heißen

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Fachwerkwand.
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Sprecherin Petra Albers und stellvertretender Sprecher Dr. Ernst Funck vertreten nun die Flüchtlingsinitiative Sulingen.

Sulingen – Ein neues Duo vertritt künftig die Flüchtlingsinitiative Sulingen nach außen: Beim Patentreffen wählten die Teilnehmer Petra Albers zur Sprecherin und Dr. Ernst Funck zu ihrem Stellvertreter.

Im Frühjahr dieses Jahres hätten Gunda Bielefeldt und Gunther Stein, das bisherige Sprecherpaar, ihr Amt auf eigenen Wunsch niedergelegt, berichtet Petra Albers. Weil sie zu diesem Zeitpunkt schon stellvertretende Sprecherin gewesen sei, habe sie seither die Aufgaben übernommen, und nun, beim ersten Patentreffen nach einem Jahr, seien die Positionen neu bestimmt worden. Allerdings gelte diese Verteilung nur bis zum 31. Dezember: Ab dem kommenden Jahr werde Ernst Funck die Rolle des Sprechers übernehmen, und sie werde wieder die Stellvertreterin. Zudem werde gerade die Internetseite der Initiative von Inga Hake überarbeitet.

Die Arbeit der Gruppe habe sich seit ihrer Gründung 2015 stark gewandelt, stellt die Sprecherin fest: Es gehe jetzt nicht mehr um eine Willkommenskultur wie damals, sondern die Hauptthemen seien jetzt Arbeit, Ausbildung und Spracherwerb. Das Kleiderlager und das Fahrradlager seien beide ein großer Erfolg gewesen, aber beide seien inzwischen aufgelöst, und das Möbellager sei voll. Der Grund: Im vergangenen Jahr sei kein einziger Geflüchteter mehr Sulingen zugewiesen worden. Die 22 Paten begleiteten die Menschen jetzt weiter als Ansprechpartner und Vertrauenspersonen, aktuell etwa bei Fragen zur Coronaimpfung. „Die Migranten sind zum Teil schon so selbstständig, dass wir sie in die Begleitung einbinden können“, ergänzt Ernst Funck.

Keine Sachspenden derzeit mehr nötig

Statt Sachspenden gebe es nun eher Bedarf an Menschen, die Nachhilfe geben könnten – insbesondere in Deutsch, Mathematik und Physik für Auszubildende. Außerdem bräuchten die Betreuten Freunde und Nachbarn, die sie in die Gesellschaft aufnehmen.

Allerdings gebe es mit den Betreuten auch viele schöne Erlebnisse, sagt Petra Albers: Kinder würden geboren, Familien wieder zusammengeführt, Führerscheine oder Ausbildungen bestanden: „Integration dauert Generationen, aber dafür, dass wir erst ein paar Jahre dabei sind, sind wir gut dabei.“ Dabei werde die Initiative nach wie vor von Astrid Ellmers von der Stadt Sulingen unterstützt, und auch Silke Müller und Frank Wenker im „Taff“ in Sulingen seien eine große Hilfe: „Sie nehmen uns viel ab und sind eine gute Anlaufstelle.“

Schwierig sei dagegen die finanzielle Situation für die Initiative, denn die Fördergelder des Landes seien ausgelaufen, und mangels Veranstaltungen erhalte man auch keine Spenden mehr. Die Aufgabe der Sprecher sei jetzt auch mehr die einer Koordinierungsstelle, um die Kräfte zu bündeln.

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