Erhöhte Nachfrage für Betreuungsplätze

Bedarf für bis zu vier neue Gruppen in den Sulinger Kindertagesstätten

Außenansicht der Kindertagesstätte „Sule-Racker“ in Sulingen.
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In der Kindertagesstätte „Sule-Racker“ soll für den kurzfristigen Bedarf eine altersgemischte Gruppe in eine Krippengruppe umgewandelt werden.

Sulingen – 380 Plätze in Kindertagesstätten gibt es im kommenden Kindergartenjahr in Sulinger Einrichtungen und 150 bis 180 Plätze in Krippen, verteilt auf vier städtische Einrichtungen, drei der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz und eine des evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverbands Diepholz. Das reicht jedoch nicht aus: Wie Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereichs I – Allgemeines und Soziales – der Sulinger Stadtverwaltung am Dienstag dem Ausschuss für Soziales, Schulen und Jugend darlegte, könnte es in den kommenden Jahren Bedarf für bis zu vier weitere Gruppen geben.

Für das Kindergartenjahr 2021 / 2022 habe die Verwaltung eine umfangreiche Auswertung der Platzzahlen vorgenommen, erläuterte sie. Danach schwanke die Zahl der Plätze in den Krippen zwischen 150 und 180, weil einige Eltern Platzsharing nutzten. Außerdem seien neun Kinder bei Tagesmüttern untergebracht. Zu den 380 in Kitas untergebrachten Kindern komme eins hinzu, das in der Tagesbetreuung sei, und der Hort habe 32 Plätze. Bis zum Ende der Anmeldefrist am 1. Februar sei noch kein Mehrbedarf absehbar gewesen, aber bis zur Platzvergabesitzung am 18. März seien noch weitere Anmeldungen eingegangen, und auch jetzt kämen noch Anträge: „Da ist täglich Bewegung drin.“ Aktuell stünden daher Kinder auf der Warteliste für einen Krippenplatz, und 19 bis 21 Kinder warteten auf einen Kitaplatz. Geringfügige Veränderungen seien noch möglich, weil Eltern die Anmeldung teils auch zurückzögen, wenn ihr Kind keinen Platz in der Wunscheinrichtung erhielten.

Um diesen Bedarf aktuell zu lösen, werde in der Kita „Sule-Racker“ eine altersgemischte Gruppe in eine reine Krippengruppe umgewandelt. Dafür müsse im zugehörigen Gruppenraum ein kleiner Ruheraum eingerichtet werden, was aber mit Leichtbauwänden mit relativ geringem Umbauaufwand geschehen könne. Eine altersgemischte Gruppe oder Kitagruppe müsse zudem anderswo angesiedelt werden. Das könne in den Räumen des „Wichtelgartens“ geschehen – „der Eigentümer hat bereits signalisiert, dass er uns gerne unterstützt.“ Das sei aber nur ein Provisorium, womit die Warteliste abgearbeitet wäre; das Personal müsse noch ausgeschrieben werden, so Birgit Dullin.

„Krippenwechsler“ fordern die Verwaltung heraus

Eine andere Problematik ergebe sich durch die sogenannten „Krippenwechsler“, also die Kinder, die im Laufe des Kindergartenjahres das dritte Lebensjahr vollenden und damit in eine Kita wechseln. Dafür würden bereits entsprechende Plätze vorgehalten. Bisher würden dafür alle Kinder berücksichtigt, die ihren dritten Geburtstag bis zum 31. Oktober haben, und danach gebe es im kommenden Kindergartenjahr bei 380 Plätzen Bedarf für 406 Plätze. Allerdings gebe es Überlegungen, diesen Stichtag zu verlegen, so Verwaltungsmitarbeiterin Ina Katharina Schröder. Damit steige der Bedarf für Kitaplätze zwar schneller, aber die Krippenplätze würden rascher wieder frei, ansonsten steige der Bedarf in beiden Bereichen parallel. Beim Stichtag 31. Dezember betrage der Bedarf 425 Plätze, am 31. März 456 Plätze und am 31. Mai, dem spätestmöglichen Stichtag, seien es 473 Plätze. Die Auswirkungen der neuen Baugebiete seien da noch gar nicht eingerechnet, sagte Birgit Dullin: „Wir müssen weitere Betreuungsplätze für die kommenden Jahre schaffen.“

„Wir haben viele Einrichtungen“, so Bürgermeister Dirk Rauschkolb, und davon müssten einige noch zukunftsfähig gestaltet werden. Dank des Fachbereichs habe man nun Prognosen für die Zukunft und müsse der Entwicklung nicht mehr hinterherlaufen. Allerdings sei nicht davon auszugehen, dass die Stadt eine neue Einrichtung baue, sondern „wir müssen nach anderen Lösungen suchen.“

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