Bauplan steht – Standort offen

Inklusives Wohnprojekt: Lebenshilfe verhandelt über Telekom-Objekt

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Die Überlegung seitens der Lebenshilfe ist, auf dem Parkplatz hinter dem Telekom-Gebäude an der Südstraße – das, ebenso wie der Funkmast, bestehen bleiben soll – für das inklusive Wohnprojekt neu zu bauen. Seitens des Landkreises wurde der vorgesehenen dreigeschossigen Bauweise allerdings nicht zugestimmt, und ein konkretes Kaufangebot für das Objekt liegt noch nicht vor.

Sulingen - Für das inklusive Wohnprojekt, das die Lebenshilfe Grafschaft Diepholz in Sulingen realisieren möchte, kam auf Vermittlung von Bundestagsabgeordnetem Axel Knoerig im August vergangenen Jahres das Telekom-Objekt an der Südstraße als möglicher Standort ins Spiel (wir berichteten). „Wir haben jetzt vom Landkreis Diepholz einen Bauvorbescheid bekommen. Aber letzten Endes liegt uns noch kein Kaufangebot für das Objekt vor“, nennt Lebenshilfe-Geschäftsführerin Annette Lüneburg auf Anfrage der Redaktion den Sachstand.

In Verhandlungen stehe man mit dem Immobiliendienstleister Corpus Sireo Real Estate, der mit der Verwaltung beziehungsweise Veräußerung von Telekom-Liegenschaften betraut ist. „Das vorhandene Gebäude auf dem Grundstück muss bestehen bleiben, weil sich darin noch wichtige Fernmeldetechnik befindet“, erläutert Annette Lüneburg. „Auch der Sendeturm auf dem Grundstück wird weiterhin benötigt.“ Die Überlegung seitens der Lebenshilfe ist, auf der Parkplatzfläche hinter dem Telekom-Gebäude neu zu bauen. Seitens „Corpus Sireo“ habe man Bereitschaft signalisiert, das Objekt zu veräußern, wollte aber im Vorfeld geklärt wissen, ob der Funkmast dem Projekt entgegensteht, berichtet Architekt Gunter Koop von der Kirchdorfer Firma Lohmann Bau: „Das ist jetzt geklärt, der Bauvorbescheid sieht keinen Mindestabstand zum Funkmast vor. Allerdings gibt der Landkreis maximal zweigeschossige Bauweise vor – unser Plan geht aber von Dreigeschossigkeit aus.“

Ob das Projekt an der Südstraße realisiert werden kann, ist also derzeit noch offen. „Umsetzen wollen wir es unbedingt“, unterstreicht Annette Lüneburg, „die Nachfrage ist nicht kleiner geworden.“ Das Mehrparteienhaus soll zehn Wohnungen für Menschen mit und fünf für Bewohner ohne Behinderung bieten – und Möglichkeiten zur Begegnung. Zentraler Aspekt ist die Erreichbarkeit von Behörden, Bildungseinrichtungen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten, ohne öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrdienste in Anspruch nehmen zu müssen. „Und da wäre das ,Herzstück‘ der City neben dem E-Center natürlich ein Traum“, stellt die Lebenshilfe-Geschäftsführerin fest. Den verfolge sie auch weiter, mache sich aber auch über Alternativen Gedanken. Zum Beispiel über das rückwärtige Areal des Grundstücks der Lebenshilfe an der Lindenstraße, dass eine Zuwegung zur Straße „Wiesengrund“ bekommen könnte. Lüneburg: „Ich denke, dass wir in diesem Jahr noch eine klare Standort-Aussage treffen können.“ 

 ab

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