Nachfrage nach Bauplätzen ungebrochen hoch

Bauboom in der Samtgemeinde Kirchdorf hält weiter an

Kirchdorf - Von Sylvia Wendt. Kein Bauplatz mehr in Wehrbleck, die Gemeinderat Barenburg sucht bereits eine neue Fläche, um weitere Bauplätze auszuweisen. In Varrel, Bahrenborstel, Freistatt und Kirchdorf sind die noch freien Plätze nachgefragt. „Der Bauboom in der Samtgemeinde hält seit etwa zwei Jahren ungebrochen an“, bestätigt Michael Kopecki, Fachbereichsleiter in der Samtgemeindeverwaltung. Bei ihm laufen die Reservierungsanfragen für die Grundstücke auf.

Zurückzurufen sei noch ein Interessent, der einen Bauplatz im jüngsten Neubaugebiet in Bahrenborstel reserviert hat. Ohne den Quadratmeterpreis zu kennen. Den hat der Gemeinderat Bahrenborstel jetzt in nicht-öffentlicher Sitzung festgelegt.

Für bisherige Bauplätze hat die Kommune nur 17 Euro berechnet. Weniger, als die Erschließung eigentlich gekostet hätte, doch der Preis war für einzelne auch ein Anreiz, sich hier niederzulassen. „Die Erschließungskosten haben sich verdoppelt“, sagt nun Matthias Stelloh, Bahrenborstels Bürgermeister. Der Rat habe sich geeinigt auf 33,50 Euro als Preis für den erschlossenen Quadratmeter im neuen Baugebiet im Wald. Hier sollen erste Bäume gefällt werden, um die Erschließungsstraße erstellen zu können. Bauherren könnten wohl frühestens im Herbst loslegen, mutmaßt Stelloh.

Rat Bahrenborstel hat Mehrfamilienhaus abgelehnt

Nach wie vor stehe man Bauherren auch zur Seite, die nach einer Lückenbebauung im Ortskern suchen, erklärt der Gemeindechef. Leer fallende Gebäude und nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Gehöfte sowie unbebaute Restflächen bieten in allen Mitgliedsgemeinden eine zentrale Lage. Nicht nur für Einfamilienhäuser: In Barenburg etwa entsteht derzeit ein Mehrfamilienhaus (wir berichteten) in der Fleckensmitte, zwischen Landgasthaus und historischem Speicher. Der Rat Bahrenborstel indes hat ein ähnlich groß dimensioniertes Gebäude abgelehnt: Geplant am Standort „Alte Dorfstraße 2“, so das Argument, passe es nicht harmonisch ins Ortsbild, wenn dort ein zweistöckiges Mehrfamilienhaus stehe, berichtet Stelloh aus der nicht-öffentlich geführten Beratung. 

Sehr wohl sei das Grundstück immer noch ein interessanter Bauplatz, auch für die Option, dort altersgerechte Wohneinheiten zu etablieren. Gegenüber befinden sich Dorfplatz sowie die neu gebaute Remise, der ländlich geprägte Stil sowie die Einfamilienhäuser drumherum ließen den Rat von der Zustimmung für das mehrstöckige Gebäude absehen.

Vor allem Einheimische suchen Bauplätze

39 Euro – darauf hat sich der Rat Kirchdorf jetzt festgelegt. Ursprünglich waren die Bauplätze im Bereich Ihloge (werden individuell zugeschnitten) mit einem höheren Preis ausgezeichnet worden. Doch der Gemeinderat entschloss sich, mit der Ausweisung des neuen Baugebietes „Unter den Hestern“ (14 Bauplätze sind, wie berichtet, hier angedacht) einen einheitlichen Quadratmeterpreis in der Gemeinde festzulegen.

Wer fragt die Bauplätze nach? Laut Kopecki im Gros Einheimische. Dank der Arbeitsplätze in der Region konnten sie „hier gehalten werden“. Dank der Arbeitsplätze in den örtlichen Firmen sind aber auch neue Arbeitnehmer hergekommen. Die wohnen zumeist zur Miete, mancher entscheide sich zum Bleiben. Und zum Bauen. Die meisten Bauherren hätten gerne eine „pflegeleichte Grundstücksgröße“, sagt Kopecki, doch auch Sonderwünsche nach größerem Areal ließen sich erfüllen.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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