4. 360 Unterschriften

„Bahn 2.029“: „Forderung nach Wiederbelebung der Strecke Sulingen - Bassum“

Sulingen - 4 .360 Unterschriften habe die Arbeitsgruppe „Bahn 2.029“ des Bürgerbeteiligungsprozesses „Sulingen 2.029“ zusammengetragen, meldet Detlev Block für die Gruppe. 4 360 Unterschriften von Mitbürgern, die laut Block für die Wiederaufnahme des an Schienen gebundenen öffentlichen Personenverkehrs zwischen Sulingen und Bassum stünden.

Vor drei Jahren habe die Gruppe die Unterschriftensammlung initiiert, „um festzustellen, wie die Bevölkerung zu einer Wiederaufnahme des Schienenverkehrs nach Bassum steht“, so Block.

Während des jüngsten Treffens hätten sich die Teilnehmer ausgetauscht, wie mit den Unterschriften verfahren wird. „Der Vorschlag, diese persönlich dem niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Bernd Althusmann, zu überreichen, fand ungeteilte Zustimmung“, heißt es in der Pressemitteilung. Im nächsten Schritt wolle man einen Termin mit dem Ministerium vereinbaren.

„Die Arbeitsgruppe möchte damit gegenüber der Landesregierung belegen, dass der Wunsch nach einer Bahnverbindung bei den Menschen in Sulingen und Umgebung vorhanden ist“, sagt Sprecher Klaus Gerke.

Man werde sich weiter dafür einsetzen, dass Sulingen einen Bahnanschluss erhält, um damit angesichts der gegenwärtigen Klima- und Verkehrssituation eine Option für ein umweltfreundliches Verkehrsmittel in der Region zu behalten.

Die Gruppenmitglieder befürchten laut Detlev Block, dass die Bahn AG mit dem unwiederbringlichen Abbau wichtiger Schienen-Infrastruktur einseitig den Straßenverkehr in Landkreis festigt.

Erst kürzlich hatte die Bahn AG ein Teilstück der Strecke Sulingen-Nienburg versteigern lassen.

In der Arbeitsgruppe „Bahn 2.029“ habe man das einseitige und nicht mit dem Landkreis abgestimmte Vorgehen verurteilt. „Noch ist die Trasse dem Bahnverkehr gewidmet, wenn auch die Zugfahrten eingestellt sind. Damit ist zurzeit noch die Option vorhanden, in Zukunft wieder einen Bahnverkehr von Diepholz über Sulingen nach Nienburg / Hannover mit Reise- und Güterverkehr zu ermöglichen.“ Werde diese Widmung aufgehoben, sei auch ein späterer Bahnverkehr nicht mehr machbar.

Die Arbeitsgruppe „Bahn 2.029“ war aus dem Bürgerbeteiligungsprozess „Sulingen 2.029“ entstanden und trifft sich nach Bedarf und Anlässen.

Rubriklistenbild: © Archivbil d: kom

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