Bade: „Abgespeckte Version“

Rat und Verwaltung wollen Zustand der Spielplätze konzeptionell angehen

Spielgeräte wie dieses auf dem Spielplatz im Sportpark sind laut Patrick Bade nicht mehr zeitgemäß.

Sulingen - Rat und Verwaltung wollen sich der Spielplätze der Stadt Sulingen annehmen – in punkto tatsächlichem Bedarf und in punkto Zustand sowie Ausstattung. Schon in der vergangenen Woche hatte der Rat der Entwicklung eines Konzeptes zugestimmt. Die weiteren Beratungen stehen jetzt in den Fachausschüssen an. Angeschoben hatte die Diskussionen für die CDU-Ratsfraktion Ratsmitglied Patrick Bade. Bade fordert eine räumliche und flächendeckende Versorgung an Spielflächen, deren qualitativ hochwertige Ausstattung sowie die Berücksichtigung sozialer Aspekte.

Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb kündigt eine Bestandsanalyse an. „Wir müssen natürlich gewährleisten, dass die Zustände rechtlich einwandfrei sind. Es gibt Regelwerke, in denen exakt festgehalten wird, was zu beachten ist. Für uns macht das der Medi-TÜV in Zusammenarbeit mit einer Sicherheitsfachkraft. Rechtlich sind wir auf der sicheren Seite.“ Der Bürgermeister räumt ein, dass die Vorstellungen von Eltern zum Teil weitergehen würden. „Man kann sicherlich einiges moderner und kreativer gestalten.“

Patrick Bade spricht mit Blick auf den Weg, den die Stadt Sulingen einschlägt, von einer „abgespeckten Lösung“. „Gut gestaltete Lebens- und Spielräume sind heute Voraussetzung für eine gesunde, geistige, seelische und körperliche Entwicklung unserer Kinder.“ Bade fordert Räume für den Aufbau von Sozial-Kontakten und für Natur-Erfahrungen. „In dem von uns gewünschten Konzept geht es nicht nur darum, die vorhandenen Spielplätze zu erfassen. Es geht viel mehr darum, wie wir in Zukunft mit den Spielflächen verfahren – und wie sie von Kindern und Jugendlichen mitgestaltet werden.“ Bade: „Kinder brauchen keinen rechten Winkel, sondern ein bisschen Chaos.“

Aus Sicht der Ratsmitgliedes könne die Bestandsaufnahme nur ein erster Schritt sein. „Aufgrund der gesammelten Daten kann ein Leitbild entwickelt werden, ein Konzept und schlussendlich ein Handlungsprogramm für die nächsten Jahre.“

Speziell in der SPD-Fraktion im Rat stößt das Ansinnen aus dem Kreis der Union im Grundsatz auf offene Ohren. Elisabeth Wamhoff: „Da geht einem das Herz auf.“ Aber: „Wenn ich das Ansinnen mit dem vergleiche, was wir von der CDU über Kindergartengebühren hören, dann fehlt mir die Glaube.“ Bei den Beratungen über Gebühren fahre die CDU Sparkurs. „Und hier geht die Union in die Vollen.“ Tammo Schulze für die Freien Wähler: „Die Situation der Spielplätze haben wir schon 2015 zur Sprache gebracht. Da wurde das noch abgelehnt. Was uns fehlt, ist die Konkretisierung. Förderprogramme erwarten die Einbindung in ein Stadtentwicklungskonzept. Und da müssen wir Hausaufgaben machen.“ 

oti

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