3 000 Euro für das „Café Kinderwagen“

Azubis von Lloyd Shoes unterstützen Angebot für junge Eltern im FGZ Sulinger Land

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Inmitten der Gäste des „Cafés“: die Lloyd-Azubis Veronika Schreen (links) und Christin Adam mit Anke Harzmeier (Mitte), dahinter Hebamme Swantje Kornau. 

Lloyd-Auszubildene unterstützen mit ihrem Projekt „LL Leather“ das „Café Kinderwagen“. Bei diesem Projekt haben die Azubis Schuhmodelle entworfen - und verkauft. Mit beachtlichen 3000 Euro unterstützen sie das kostenlose Beratungsangebot für junge Mütter.

Sulingen – Jack und Rose: Die Hauptfiguren aus „Titanic“ wählten die Auszubildenden des Sulinger Schuhherstellers Lloyd Shoes als Namenspaten für die Schuhmodelle, die sie im Rahmen ihres über einjährigen „LL Leather“-Projektes entwarfen, produzierten – und verkauften. Veronika Schreen und Christin Adam haben am Dienstagvormittag je ein Paar mitgebracht in das Familiengesundheitszentrum Sulinger Land, wo gerade eine große Gruppe junger Mütter mit ihren Babys im „Café Kinderwagen“ zu Gast ist: Dieses kostenlose Informations- und Beratungsangebot, geleitet von Hebamme Swantje Kornau und deren Mutter, der pensionierten Erzieherin Renate Kornau, unterstützen die 19 Lloyd-Azubis, die am Projekt beteiligt waren – mit mehr als beachtlichen 3 000 Euro.

„Der Rest unseres Budgets plus des Gewinns, von Lloyd Shoes noch geringfügig aufgerundet“, erläutert Veronika Schreen. Die Auszubildenden (Lageristen, Schuhfertiger, Industrie- und Einzelhandelskaufleute, ein Mechatroniker) hatten mehr als 500 Paare der von ihnen designten Damen- und Herrenschuhe hergestellt und mit großem Erfolg selbst verkauft, unter anderem in den Lloyd-Concept-Stores in Bremen, Bielefeld und Hamburg. „Wir haben später erfahren, dass die Aufgabe auch erfüllt gewesen wären, wenn wir lediglich zwei Musterpaare angefertigt hätten“, verrät Christin Adam lächelnd.

Vergebens war der große Aufwand auf keinen Fall: Anke Harzmeier, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sulingen, und Swantje Kornau bedanken sich herzlich für die Unterstützung. Denn der Einsatz von Renate Kornau ist nicht durch die Fördermittel für das „Café Kinderwagen“ gedeckt. Wie wichtig dieses Angebot angesichts der gemessen am Bedarf viel zu geringen Zahl von Hebammen im Landkreis ist, unterstreicht Swantje Kornau: „Es gibt viele Eltern, die bekommen gar keine Hebammenunterstützung. Manchmal sitzen hier Eltern mit einem drei Wochen alten Baby und sagen ,bei uns war noch niemand‘.“ Und die Situation verschärft sich, weiß Anke Harzmeier. „Wir haben Paare hier, die auch bereit wären bis Bremen zu fahren.“

Das „Café Kinderwagen“ ist ein kostenloses Angebot für alle Mütter und Väter mit Kindern im ersten Lebensjahr. Es bietet Gelegenheit, sich mit anderen Eltern auszutauschen und Informationen und Beratung von einer Hebamme und einer Erzieherin zu bekommen. Die 90-minütigen Treffen beginnen an jedem Dienstag um 9.30 Uhr im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land (Bassumer Straße 8 in Sulingen, Tel. 0 42 71 / 88 17).

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