Landwirtschaftsministerin besucht Vernissage

Ausstellung auf Sulinger „KunstHof Bockhorn“ zeigt „ewigen Beruf“

„Bernhards Höhe“ nennen Anne Heinz und Bernd Neumann scherzhaft den Platz im Garten des „KunstHofes Bockhorn“, an dem die Bühne für das Freiluftkonzert aufgebaut werden soll.
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„Bernhards Höhe“ nennen Anne Heinz und Bernd Neumann scherzhaft den Platz im Garten des „KunstHofes Bockhorn“, an dem die Bühne für das Freiluftkonzert aufgebaut werden soll.

Sulingen – Nach fast drei Jahren Vorbereitungszeit stehen die Termine für die Fotoausstellung „Ein ewiger Beruf: Landwirtschaft in Niedersachsen“ und das kulturelle Beiprogramm: „Wir planen jetzt die Details“, erklären Anne Heinz und Bernd Neumann vom „KunstHof Bockhorn“. Eigentlich hatte die Ausstellung, die wie viele andere Veranstaltungen coronabedingt ausgefallen war, 2020 stattfinden sollen. Um auf der „sicheren Seite“ zu sein, richten sich die Initiatoren jetzt auf „Open Air“ ein.

Vor drei Jahren hatten sie das „GartenKulturFestival“-Konzert mit einer Bockhorner „HöfeTour“ verbunden. Besucher konnten sich auf den benachbarten landwirtschaftlichen Betrieben Mohrmann und Ohrdes über „Landwirtschaft heute“ informieren. Aus dem Kreis der damaligen Gastgeber stammt die Anregung zu der aktuellen Ausstellung, die Bernd Neumann und Anne Heinz aufgegriffen haben.

Die „KunstHof“-Betreiber konnten Ilker Maga für eine Foto- und Textreportage zu diesem Thema gewinnen. Der seit 2008 in Bremen lebende Fotograf und Journalist hat fünf Familien ein Jahr lang begleitet – unter anderem die Betriebe Ohrdes (Bockhorn), Meyer (Biohof Hollerbusch, Stehlen) und Schwichtenberg (Gut Adelhorn, Barnstorf) – und den Arbeits- und Lebensalltag auf den Höfen sensibel und detailliert dokumentiert.

Ilker Maga hat überregional einen großen Bekanntheitsgrad, etwa durch das Projekt „Migration und Dialog zwischen den Kulturen“. Der Künstler, der 1990 erster Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung war, hat sich der realdokumentarischen Sozialfotografie verschrieben: Menschen sind für ihn von zentralem Interesse. Schwerpunktmäßig bedient er sich der Schwarz-Weiß-Technik.

Eine der rund 50 Fotografien des Journalisten und Fotografen Ilker Maga, die großformatig im Garten ausgestellt werden.

Rund 50 großformatige Bilder, eine Auswahl aus über 2000 Fotos, sollen im Rahmen der Ausstellung präsentiert werden. Sie ist von Freitag, 3. September, bis Sonntag, 12. September, täglich von 14 bis 18 Uhr öffentlich zugänglich. Zur Vernissage am 3. September, 12 Uhr, wird unter anderem die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erwartet. Noch offen ist, wer das musikalische Rahmenprogramm bestreitet.

Zur Lage und Zukunft der Landwirtschaft ist am Mittwoch, 8. September, eine Diskussionsrunde geplant. Die Projektbeteiligten werden vertreten sein, eingeladen sind außerdem Landwirtschafts-, Naturschutz- und Umweltschutzverbände.

Eingebettet in die Woche der Ausstellung sind zwei „LiteraTour-Pur“-Veranstaltungen“: am Sonntag, 5. September, eine szenische Lesung mit Jürgen Puls und Wilfried Stüven („Wo, wo!“ von Friedhelm Kändler), am Sonntag, 12. September, eine Lesung von Sabine Rasper und Michael Mengeling unter dem Titel „Von Kleidern und Menschen“ – jeweils um 12 Uhr.

Finanziell gefördert werden Projekt und Ausstellung vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie vom Landschaftsverband Weser-Hunte und der Hoyaer-Diepholzschen Landschaft. „Ohne diese Unterstützung könnten wir die Vision nicht in die Realität umsetzen“, betonen Anne Heinz und Bernd Neumann. Sie haben viel Zeit und Kraft in Vorbereitung und Durchführung investiert.

Prädestiniert für „draußen“ ist das 2020 ausgefallene Konzert mit dem Jazz-Streichquartett „String Thing“ und dem Saxofonisten Roger Hanschel.

Als Gastgeber eines Konzerts im Rahmen des „GartenKulturFestivals“ des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen erwarten sie bereits Ende August Besuch auf dem „KunstHof“: Am Freitag, 27. August, gastieren der Saxofonist und Komponist Roger Hanschel (WDR Jazzpreis 2018) und das Jazz-Streichquartett „String Thing“ im weitläufigen Bauerngarten ihres über 300 Jahre alten Hof-Ensembles in der Sulinger Ortschaft Bockhorn.

Sowohl für das Konzert als auch die Veranstaltungen in der ersten Septemberwoche gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen und die Bitte um Anmeldung (www.kunsthof-bockhorn.de).

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